Thomas Reisgies, der in eine Photovoltaikanlage und einen großen Energiespeicher investierte, sieht sich mit erheblichen Problemen konfrontiert. Trotz einer Investition von fast einer halben Million Euro kann er den erzeugten Strom nicht verwenden, da die Anlage häufig vom Netzbetreiber N-Ergie reguliert wird. Dies geschieht, um eine Überlastung der Stromnetze zu verhindern.
„Pünktlich, wie gestern, kurz vor neun, sind wir wieder abgeschaltet worden“, berichtet Reisgies. Der Energiespeicher, der eine Kapazität von 220 Kilowattstunden hat, bleibt oft leer, obwohl er die Nachtschicht seines metallverarbeitenden Betriebs dreimal mit Strom versorgen könnte. Der Netzbetreiber erklärt, dass der erzeugte Strom häufig nicht abtransportiert werden kann, was zur Abregelung der Anlagen führt.
Für Reisgies ist es unverständlich, dass der selbst erzeugte Strom nicht direkt in seinen Speicher fließen darf. „Der Irrsinn ist, dass wir unseren eigenen produzierten Strom nicht mal benutzen dürfen“, sagt er. Stattdessen muss er teuren Fremdstrom zukaufen, was die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens gefährdet.
Obwohl Reisgies eine Entschädigung für die Abschaltungen erhält, gleichen die zusätzlichen Stromkosten diese nicht aus. Letztlich müssen die Kunden die höheren Kosten tragen, was zu einem Verlust von Aufträgen und schlechterer Auslastung der Maschinen führen könnte. Dies könnte sogar dazu führen, dass Schichten gestrichen werden müssen.
Mai 2026 über die Herausforderungen der Energiewende für Unternehmen, die auf erneuerbare Energien setzen.



