Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:59 DE / UKR / EN

Panzerhersteller KNDS plant Börsengang ohne Bundesregierung

Der Panzerbauer KNDS will seinen Börsengang unabhängig von der Bundesregierung vorantreiben. Vorstandschef Jean-Paul Alary erklärte, dass die Vorbereitungen wie geplant fortgesetzt werden.

Panzerhersteller KNDS plant Börsengang ohne Bundesregierung
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Der Panzerbauer KNDS plant, seinen Börsengang nicht von einer Entscheidung der Bundesregierung abhängig zu machen. Vorstandschef Jean-Paul Alary erklärte laut einer Mitteilung, dass die Vorbereitungen für den Börsengang weiterhin gemäß dem ursprünglichen Zeitplan vorangetrieben werden. Das Unternehmen prüfe zudem das frühestmögliche Zeitfenster für diesen Schritt.

Mehrere Medien, darunter das Manager Magazin und die Welt, berichteten, dass die Bundesregierung die Eigentümer von KNDS gebeten habe, den für vor der Sommerpause geplanten Börsengang auf den Herbst zu verschieben. Trotz dieser Bitte möchte KNDS offenbar an seinen Plänen festhalten.

Hintergrund ist, dass der Bundesregierung die Zeit davonläuft, um einen Anteil von 30 bis 40 Prozent an dem Unternehmen zu erwerben. Erst vor Kurzem hatten die Staatssekretäre im Verteidigungs- und im Wirtschaftsministerium ihr Interesse an einem Einstieg signalisiert.

„KNDS würde natürlich eine mögliche Beteiligung der Bundesregierung am Aktionärskreis begrüßen“, erklärte Alary. Dennoch liege der Fokus auf der sorgfältigen Vorbereitung des Börsengangs im besten Interesse des Unternehmens und seiner Stakeholder.