Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:53 DE / UKR / EN

Andreas Rettig: Sport und Politik sind untrennbar verbunden

Andreas Rettig, Direktor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), äußerte sich in einem Interview mit der Deutschen Welle über die Verknüpfung von Sport und Politik. Er betonte, dass die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko von geopolitischen Spannungen überschattet wird.

Andreas Rettig: Sport und Politik sind untrennbar verbunden
Bild: static.dw.com

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wirft nicht nur sportliche Fragen auf, sondern auch politische. Andreas Rettig, Direktor des DFB, erklärte in einem Interview mit der Deutschen Welle, dass die Vorfreude auf das Turnier hoch sei, trotz seiner Bedenken hinsichtlich der Erweiterung auf 48 Teams. „Das Ziel ist klar: Wir wollen unter die besten fünf Nationen der Welt kommen“, sagte Rettig.

Rettig äußerte sich auch besorgt über die hohen Ticketpreise und die politischen Spannungen, die das Turnier begleiten. Besonders die geopolitischen Konflikte, wie der Krieg zwischen den USA und dem WM-Teilnehmer Iran, sowie die strengen Einreisebestimmungen für einige Nationen, sorgen für Unruhe unter den Fans. „Wir leben in einer Zeit, in der uns viele irrationale Dinge begegnen, die nichts mit Fußball zu tun haben“, so Rettig.

Der DFB hat aus den Erfahrungen der letzten WM in Katar gelernt, wo politische Proteste und die Diskussion um das ‚One Love‘-Armband für viel Aufsehen sorgten. Rettig betonte, dass die Mannschaft diesmal besser vorbereitet sei, um sportliche Leistungen und politische Themen in Einklang zu bringen.

Die bevorstehende Weltmeisterschaft wird somit nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch ein Test für die Werte und die Haltung des DFB in einer komplexen politischen Landschaft.