Ein gezielter israelischer Luftangriff hat nach Angaben aus Jerusalem zwei hochrangige iranische Sicherheitsvertreter getötet. Damit verschärft sich der ohnehin angespannte Konflikt zwischen Israel und Iran weiter – mit ungewissen Folgen für die gesamte Region.
befänden. Israel werde weiterhin alle Führer des
Katz
Das israelische Militär und Verteidigungsminister Israel Katz gaben bekannt, dass Ali Laridschani, Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, und Gholamresa Soleimani, Kommandeur der Basidsch-Miliz, bei nächtlichen Luftangriffen getötet wurden. Aus Teheran liegt bislang keine offizielle Bestätigung vor. Die Nachricht fällt in eine Phase, in der Iran seine Angriffe auf die Golfstaaten und Israel fortsetzt.
Israelische Verteidigungsminister Katz begründete die Aktion mit einer drastischen Metapher. Man müsse 'immer wieder den Kopf des Oktopusses abschneiden, damit er nicht wieder nachwächst', sagte er und bezog sich damit auf die iranische Führung. Israel werde weiterhin alle Führer des iranischen Sicherheitsapparats ins Visier nehmen, die für Angriffe auf israelische Ziele verantwortlich seien.
Die gezielten Tötungen markieren eine neue Eskalationsstufe im Schattenkrieg zwischen beiden Staaten. Sie erfolgen vor dem Hintergrund einer bereits angespannten Sicherheitslage. Iran hatte zuletzt mit einer dauerhaften Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus gedroht, einer der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt.
Parallel zu den militärischen Entwicklungen schlägt der Konflikt auch auf die innere Sicherheit des Irans durch. Iranische Medien berichten von Dutzenden Festnahmen wegen angeblicher Kollaboration mit Israel und den USA. Unter den Festgenommenen sollen sich auch zehn Ausländer befinden.
Die regionale Lage bleibt volatil. Während die USA über eine Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus berichten, weitet Israel nach Informationen der taz seinen Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon aus. Die Tötung Laridschanis könnte Teheran zu weiteren Vergeltungsschlägen provozieren.
Für Europa und die internationale Gemeinschaft bedeutet die Eskalation eine zusätzliche Herausforderung. Jede weitere Zuspitzung des Konflikts gefährdet nicht nur die regionale Stabilität, sondern auch die globalen Energiemärkte und die Sicherheit der internationalen Schifffahrt. Die nächsten Stunden und Tage werden zeigen, ob Teheran die israelische Provokation beantwortet – und wie.



