Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:52 DE / UKR / EN

Turn-Weltverband hebt Sanktionen gegen Russland und Belarus auf

Der Turn-Weltverband (FIG) hat alle Beschränkungen für russische und belarussische Athleten aufgehoben, wie die Zeit berichtet. Sie dürfen nun wieder unter eigener Flagge und Hymne antreten.

Turn-Weltverband hebt Sanktionen gegen Russland und Belarus auf
Bild: img.zeit.de

Der Turn-Weltverband (FIG) hat nach einer Sitzung im ägyptischen Scharm El-Scheich alle Beschränkungen für Sportler aus Russland und Belarus aufgehoben. Das gab der Verband am Dienstag bekannt, ohne nähere Gründe oder Details zur Umsetzung zu nennen. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor mehr als vier Jahren waren die Athleten nur als neutrale Einzelstarter ohne Flagge und Hymne zugelassen.

Russlands Turnverband begrüßte die Entscheidung. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass erklärte der Verband, seine Athleten dürften nun wieder unter Nationalflagge und -hymne antreten. Bislang mussten sie nachweisen, dass sie und ihre Betreuer keine Verbindung zur Russischen Föderation oder zu Belarus haben.

Der Schritt reiht sich in eine Serie von Lockerungen ein. Mitte April hatte bereits der Schwimm-Weltverband World Aquatics russischen und belarussischen Athleten die Rückkehr unter eigener Flagge erlaubt. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) hob Anfang Mai die Sanktionen gegen Sportler aus Belarus auf – die Beschränkungen gegen Russland blieben beim IOC dagegen in Kraft.

Belarus unterstützt Russland in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Aufhebung der Sanktionen durch den Turn-Weltverband stößt in Deutschland auf Kritik. Der Deutsche Turner-Bund hatte sich zuvor gegen eine Rückkehr russischer und belarussischer Athleten unter Nationalsymbolen ausgesprochen.