Der Landtag in Mainz hat Gordon Schnieder (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt. Der 48-Jährige erhielt 63 Ja-Stimmen, wie die Tagesschau berichtet. Damit endet eine 35-jährige Oppositionszeit der CDU im Bundesland.
Die neue Koalition aus CDU und SPD stellt zusammen 71 der 105 Abgeordneten. Schnieder verfehlte bei der geheimen Wahl die Stimmenzahl der Koalition um acht – ein übliches Phänomen bei Regierungsbildungen, wie zuvor auch in Baden-Württemberg bei Cem Özdemir (Grüne).
Der Landtag hatte sich am 18. Mai konstituiert, dem Verfassungstag von Rheinland-Pfalz. Alterspräsident Christian Baldauf (CDU) eröffnete die Sitzung um 11 Uhr. Anschließend wählten die Abgeordneten Matthias Lammert (CDU) einstimmig zum neuen Landtagspräsidenten.
Die Regierungsbank blieb zunächst leer, bis Schnieder nach seiner Wahl das Amt übernahm. Der Machtwechsel in Rheinland-Pfalz ist damit vollzogen – die CDU kehrt nach 35 Jahren in die Staatskanzlei zurück.



