Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) hatte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bereits am 20. April per Brief „herzlich“ zu einem Gespräch eingeladen. Darin bezifferte er den Mehrbedarf der Länder für den Schienennahverkehr bis 2031 auf 14 Milliarden Euro. Ohne diesen Nachschlag müssten die Bundesländer Zugverbindungen „abbestellen“ – also Regionalzüge und S-Bahnen streichen, so Bernreiter.
Bislang erhalten die Länder keine Zusage für einen Termin mit Klingbeil. Dessen Ministerium verweist auf das Bundesverkehrsministerium, das wiederum „weitere Erläuterungen und Unterlagen“ angefordert habe, wie ZDFheute aus Ministeriumskreisen erfuhr. Die Forderung der Länder solle erst „überprüft“ werden, bevor ein Treffen stattfinde.
Aus der Bahnbranche heißt es, das Szenario eines massiven Abbaus drohe tatsächlich. Für Millionen Fahrgäste wäre das ein Albtraum, da das deutsche Schienennetz bereits jetzt an vielen Stellen überlastet ist. Die Länder drängen auf eine schnelle Lösung, um den Status quo zu sichern.
Quelle: www.zdfheute.de



