Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:59 DE / UKR / EN

VZBV fordert Schadensersatz bei Smart-Meter-Problemen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert einen gesetzlichen Anspruch auf pauschale Entschädigung, wenn Smart Meter nach dem Einbau nicht funktionieren. Nutzer könnten dadurch finanzielle Nachteile bei dynamischen Stromtarifen vermeiden.

VZBV fordert Schadensersatz bei Smart-Meter-Problemen
Bild: heise.cloudimg.io

Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mitteilt, scheitert der Wechsel in einen dynamischen Stromtarif häufig an Problemen mit dem Smart Meter. In einem aktuellen Kurzpapier, das c’t vorliegt, fordert der VZBV einen neuen Erstattungsanspruch für Verbraucher. „Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist entscheidend, dass ein Smart-Meter nicht nur installiert wird, sondern auch zuverlässig funktioniert“, sagte Marie Barz, Referentin Marktbeobachtung Energie beim VZBV. „Genau daran hapert es derzeit immer wieder.“

Finanzielle Nachteile entstehen vor allem dann, wenn der Tarifwechsel an fehlender Registrierung oder Datenübermittlung des intelligenten Messsystems scheitert. Nutzer landen dann unter Umständen in einem teureren Tarif. Der VZBV schlägt eine pauschale Entschädigung ohne aufwendige Schadensnachweise vor, die der Messstellenbetreiber zahlen soll. Die Kosten dürften nicht auf die Netzentgelte umgelegt werden, mahnen die Verbraucherschützer.

Als Ursachen für die Störungen nennt der VZBV fehlende Rückmeldungen von Verteilnetzbetreibern, die hohe Zahl von 850 Netzbetreibern mit unterschiedlichem Umsetzungsfortschritt sowie komplexe Marktkommunikationsprozesse. Eine Regelung im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) könne sich an § 58 des Telekommunikationsgesetzes orientieren, wonach Nutzer bei Störungen eine Entschädigung erhalten.

Quelle: www.heise.de