Wie das unabhängige russische Verstka am Freitag berichtete, wächst unter Kremlbeamten der mittleren Ebene die Sorge um die Stabilität von Wladimir Putins Herrschaftssystem. Angesichts sinkender Zustimmungswerte und des stockenden Angriffskriegs gegen die Ukraine äußern viele Funktionäre privat tiefen Pessimismus.
„Dass das System keine Zukunft hat, ist allen klar, und alle reden darüber unter sich“, zitierte Verstka einen Mitarbeiter der russischen Präsidialverwaltung. „Aber niemand geht über die bloße Feststellung hinaus“, fügte die Quelle hinzu. Die wachsende Unzufriedenheit bleibe bislang folgenlos.
Während die engsten Putins sich weiterhin relativ sicher fühlten, fürchteten rangniedrigere Funktionäre zunehmend die Folgen eines möglichen Zusammenbruchs der Staatsführung. „Wenn Putins Macht zusammenbricht, gibt es für uns keine Zukunft“, sagte ein russischer Beamter dem Portal.
Der Bericht zeichnet das Bild einer wachsenden Krise im russischen Staatsapparat, die durch den verlustreichen Krieg in der Ukraine und die wirtschaftlichen Folgen der westlichen Sanktionen weiter verschärft wird. Die öffentliche Unterstützung für Putin ist nach unabhängigen Umfragen zuletzt gesunken.
Quelle: www.kyivpost.com



