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Ukrainische Frontbauern: Dronen zerstören Ernten, Banken pfänden Wohnungen

Ukrainische Landwirte, die 2022 aus der russischen Besatzung flohen, versuchen, ihre Betriebe in Frontnähe wiederzubeleben. Neben Kriegsfolgen kämpfen sie gegen Banken, die alte Kredite eintreiben, wie der Agrarexperte Denys Martschuk gegenüber 24 Kanal erklärte.

Ukrainische Frontbauern: Dronen zerstören Ernten, Banken pfänden Wohnungen
Bild: 24tv.ua

Viele ukrainische Agrarier, die 2022 aus der russischen Besatzung flohen, versuchen nun, ihre Betriebe in frontnahen Gebieten wieder aufzubauen. Neben den unmittelbaren Kriegsfolgen sehen sie sich mit Problemen konfrontiert, die eine gesetzliche Regelung erfordern. Das berichtet 24 Kanal unter Berufung auf den Agrarexperten Denys Martschuk, stellvertretender Vorsitzender des Ukrainischen Agrarwirtschaftsrates.

Die Landwirte aus den vorübergehend besetzten Gebieten arbeiten unter erhöhtem Risiko: Feindlicher Beschuss zerstört Maschinen und gefährdet Leben. Hinzu kommen Schwierigkeiten mit alten Krediten und fehlenden Ackerflächen. Martschuk zufolge haben die Bauern ihre Unternehmen in der Besatzung verloren, weil Russland sie „nationalisierte“ und mehrfach weiterverkaufte. Dennoch blieben sie als Bürgen für Darlehen haften, die sie vor dem groß angelegten Einmarsch aufgenommen hatten.

Eine vom Ukrainischen Agrarwirtschaftsrat gegründete Organisation, die „Vereinigung zur Wiederbelebung des Agrarsektors der Ukraine“, bietet den betroffenen Landwirten rechtliche Begleitung an. Sie setzt sich für Gesetzesinitiativen ein, die den Bauern helfen sollen. Ein verabschiedetes Gesetz verbietet eigentlich die Zwangsvollstreckung von Krediten, die vor dem Krieg aufgenommen wurden. Doch Martschuk beklagt, dass Banken das Gesetz oft ignorieren und weiter Druck ausüben. „Sie holen die Landwirte ein und pfänden, wenn vorhanden, Autos oder Wohnungen“, so der Experte.

Quelle: 24tv.ua