Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha und die neue ungarische Außenministerin Anita Orbán haben am Rande des NATO-Treffens im schwedischen Helsingborg ihre erste persönliche Unterredung geführt. Es war der höchste bilaterale Kontakt seit dem Regierungswechsel in Budapest, bei dem Viktor Orbáns bisherige Regierung durch die neue Führung unter Ministerpräsident Péter Magyar abgelöst wurde.
Sybiha bezeichnete das Gespräch als offen und betonte, man habe Fortschritte erzielt. Bereits im Vorfeld hatten beide Seiten am 20. Mai eine erste Runde bilateraler Konsultationen zu nationalen Minderheiten abgehalten. Anita Orbán würdigte diese als „wichtige Schritte zur Wiederherstellung der bilateralen Beziehungen“ und bekräftigte Ungarns Bekenntnis zur Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine.
Ein zentraler Punkt bleibt der Schutz der ungarischen Minderheit in der Region Transkarpatien. Budapest drängt auf konkrete Zugeständnisse, während Kyiv hofft, noch im Juni alle Verhandlungskapitel für den EU-Beitritt öffnen zu können – ein Prozess, den die vorherige ungarische Regierung unter Viktor Orbán wiederholt blockiert hatte. Sybiha zufolge arbeiten beide Länder nun gemeinsam an Lösungen für die Minderheitenfrage und parallel an einer Einigung über den EU-Beitrittsweg der Ukraine.
Quelle: www.bbc.com



