Bei der Sitzung im Kreml bekräftigten die Militärs, die vollständige Besetzung der Oblast Donezk sei bis zum Herbst 2026 möglich. Putin hatte die Eroberung des Donbas immer wieder als strategisches Ziel ausgegeben, seine Armee konnte es jedoch bislang nicht erreichen.
Das russische Militärkommando hat bereits mehrfach Fristen zur Einnahme des Donbas und einzelner Städte verkündet, diese aber nicht eingehalten. Beobachter werten die erneute Terminvorgabe als Versuch, die eigene Führung zu beschwichtigen.
Der Professor für internationale Politik am Clinton Institute, Scott Lucas, erklärte gegenüber 24tv, das russische Militärkommando belüge Putin regelmäßig mit erfundenen Erfolgsmeldungen. So habe Generalstabschef Gerassimow kürzlich einen angeblichen Durchbruch bei Kupjansk gemeldet, der sich als falsch herausgestellt habe. Lucas zufolge deutet die veränderte Rhetorik aus Moskau – zuletzt signalisierte der Kreml Gesprächsbereitschaft – darauf hin, dass die Ukraine die russischen Truppen in die Defensive gezwungen habe.
Quelle: 24tv.ua



