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Mit Drohnen gegen Russland: Ein Tag bei der Lava-Brigade nahe der Grenze

Die Kyiv Post verbrachte einen Tag mit der Lava-Brigade des ukrainischen Khartiia-Korps in der Region Charkiw. Die Soldaten starten Aufklärungsdrohnen vom Leleka und Bulava nahe der russischen Grenze.

Mit Drohnen gegen Russland: Ein Tag bei der Lava-Brigade nahe der Grenze
Bild: static.kyivpost.com

In der Region Charkiw, nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt, arbeiten die Männer der Lava-Brigade des ukrainischen Khartiia-Korps im Verborgenen. Die Kyiv Post erhielt seltenen Zugang zu einer ihrer versteckten Kommandoposten und verbrachte einen Tag mit den Soldaten, die dort Aufklärungsdrohnen vom Leleka und Bulava zusammenbauen, starten und koordinieren.

Die Drohnenoperateure beschrieben, wie ihre unbemannten Fluggeräte russische Abfangjäger umgehen, tief in feindliches Gebiet eindringen und dort Angriffe durchführen. Gleichzeitig müssen die Besatzungen ständig mit der Gefahr der Entdeckung durch russische elektronische Kampfführung und Aufklärung rechnen.

Die Arbeit in den provisorischen Stellungen ist geprägt von höchster Konzentration und Disziplin. Jeder Fehler könnte nicht nur die Drohne, sondern auch das Leben der gesamten Einheit gefährden. Die Soldaten wechseln sich ab: Während die einen die Leleka-Drohne für den nächsten Einsatz vorbereiten, verfolgen andere auf Monitoren die Live-Bilder aus der Luft.

Die Lava-Brigade ist Teil des Khartiia-Korps, einer Freiwilligeneinheit, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 an der Front kämpft. Ihre Aufgabe ist es, die Bewegungen des Gegners auszukundschaften und gezielte Schläge gegen russische Stellungen, Nachschublinien und Kommandopunkte zu führen.

Die ukrainischen Streitkräfte setzen zunehmend auf Drohnen, um den technologischen Vorsprung der russischen Armee auszugleichen. Die Leleka-Drohne, ein unbemanntes Aufklärungssystem ukrainischer Produktion, liefert Echtzeit-Informationen über feindliche Truppenkonzentrationen. Die Bulava-Systeme wiederum können mit Sprengköpfen bestückt werden und präzise Angriffe ausführen.

„Belgorod? Leicht“, sagte einer der Operateure mit Blick auf die russische Stadt jenseits der Grenze. Die Aussage unterstreicht die Reichweite und die Fähigkeit der ukrainischen Drohnen, tief in russisches Territorium vorzudringen – ein Faktor, der den Kriegsverlauf maßgeblich beeinflusst.

Quelle: www.kyivpost.com