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Ronzheimer-Doku: Kriminelle Familie kassierte 10.000 Euro monatlich

Eine syrische Großfamilie beging über 100 Straftaten, erhielt aber weiterhin staatliche Leistungen. Die Sat.1-Doku von Paul Ronzheimer zeigt die Widersprüche der deutschen Abschiebepraxis.

Ronzheimer-Doku: Kriminelle Familie kassierte 10.000 Euro monatlich
Bild: Felix Mittermeier / Pexels

Eine syrische Großfamilie lebte jahrelang in Deutschland, beging mehr als 100 Straftaten und kassierte dabei monatlich 10.000 Euro vom Amt. Diese Enthüllung aus Paul Ronzheimers neuer Sat.1-Dokumentation wirft ein grelles Licht auf die Widersprüche der deutschen Migrationspolitik.

Der BILD-Vizechef zeigt in seiner Reportage „RONZHEIMER – Wie geht’s, Deutschland?“ einen krassen Fall aus Berlin und Stuttgart. Während gut integrierte Menschen abgeschoben werden, konnten schwerkriminelle Familienmitglieder trotz zahlreicher Delikte im Land bleiben. „Schiebt der Staat die Falschen ab?“, fragt Ronzheimer laut dem Bericht auf Kukksi.

Die syrische Familie hatte über 160 Straftaten zu verantworten, darunter schwere Gewaltdelikte. Dennoch flossen monatlich fünfstellige Sozialleistungen. Erst ein 50-köpfiger Sonderstab für gefährliche Ausländer schaffte es, die Familie außer Landes zu bringen. „Die Strategie der 1000 Nadelstiche hat schließlich gefruchtet“, heißt es in der Dokumentation.

Ronzheimer testet in seiner Sendung die sogenannte Migrations-Wende der Bundesregierung. Diese sieht vor, mehr abzuschieben und klare Grenzen zu setzen. An der Praxis hapert es jedoch noch. An Grenzübergängen herrsche oft Chaos, berichtet der Journalist. Die Umsetzung sei „ziemlich unberechenbar“.

Ein weiteres Beispiel aus der Doku: Sidad, ein gut integrierter Mann, soll abgeschoben werden. Warum er und nicht die kriminelle Familie? Diese Frage stellt Ronzheimer den Behörden. Die Antworten bleiben oft vage.

Für Deutschland ist das Thema brisant. Die Sicherheitsbehörden warnen seit Jahren vor Clan-Kriminalität. Gleichzeitig stockt die Abschiebungspraxis bei Gefährdern. Die Dokumentation zeigt, dass Bürokratie und rechtliche Hürden oft wichtiger sind als die tatsächliche Gefahr.

Was ändert sich jetzt? Die Bundesregierung will 2025 die Migrations-Wende durchziehen. Mehr Personal, schnellere Verfahren und klare Kriterien sollen helfen. Ob das reicht, bleibt offen. Ronzheimers Film macht deutlich: Ohne konsequente Umsetzung bleibt alles Theorie.

Die Doku läuft am Dienstag um 20.15 Uhr bei Sat.1. Sie dürfte die Debatte um Abschiebungen neu anheizen.