Die australische Wirtschaft hat im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Dämpfer erlitten. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs von Januar bis März nur noch um 0,3 Prozent, nach einem Plus von 0,9 Prozent im Schlussquartal 2025. Wie der Guardian berichtet, gehen die Lebenshaltungskosten der Australier damit erneut zurück – ein Trend, der sich bereits vor dem Nahost-Konflikt und den jüngsten Zinserhöhungen abzeichnete.
Jim Chalmers bemüht sich, die Lage positiv darzustellen. Er warnte davor, die Wirtschaft „schlechtzureden“. Tatsächlich aber kaschiert ein ungewöhnlicher Bauboom bei Rechenzentren einen Großteil der negativen Entwicklung. Ohne diesen Sektor wäre das Wachstum noch schwächer ausgefallen, so der Guardian.
Die Wirtschaft lief in der zweiten Jahreshälfte 2025 noch heiß, was den Inflationsdruck verstärkte – noch bevor die USA und Israel Ende Februar begannen, den Iran zu bombardieren. Diese jüngste Stärke lässt den nun veröffentlichten Rückgang umso deutlicher hervortreten. Die australische Notenbank hatte die Leitzinsen zuvor mehrfach angehoben, um die Teuerung zu bekämpfen.
Der Guardian berichtete zuvor über die wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Konflikts für Australien und die damit verbundenen Risiken für die Rohstoffexporte des Landes.
Quelle: www.theguardian.com



