Die Hauptstadt des Libanon liegt in Trümmern, nachdem israelische Streitkräfte erneut Beirut bombardiert haben. Mindestens 31 Menschen starben bei den Angriffen, die teilweise ohne Vorwarnung an die Bevölkerung erfolgten.
Die Luftschläge trafen vor allem die südlichen Vororte Beiruts und weitere Gebiete im Libanon. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden zudem 41 Menschen verletzt. Die israelische Militäroperation ist eine direkte Reaktion auf einen Raketenbeschuss durch die schiitische Miliz Hisbollah.
Die Hisbollah hatte zuvor erklärt, sie habe als Vergeltung für die mutmaßliche Tötung von Irans oberstem geistlichen Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert. Ein Sprecher der Miliz sagte in einer Erklärung gegenüber Nachrichten.at: „Die Hisbollah hat über Nacht einen Feldzug gegen Israel eröffnet und ist für jede Eskalation voll verantwortlich.“
Die jüngste Gewaltspirale droht den gesamten Nahen Osten in einen größeren Konflikt zu ziehen. Israel setzte nach Angaben von Nachrichten.at seine Attacken auch gegen Ziele im Iran fort. Teheran habe seinerseits erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert.
Für die Zivilbevölkerung im Libanon bedeutet die Eskalation blankes Entsetzen. Viele der israelischen Angriffe erfolgten ohne Vorwarnung, was die Gefahr für unbeteiligte Bewohner massiv erhöht. Die libanesische Infrastruktur, die sich noch immer von früheren Konflikten erholt, wird erneut schwer getroffen.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit wachsender Sorge. Ein regionaler Flächenbrand hätte nicht nur verheerende humanitäre Folgen, sondern könnte auch globale Märkte und Energiesicherheit beeinträchtigen. Diplomatische Kreise arbeiten an einer Deeskalation, doch beide Seiten zeigen bisher wenig Kompromissbereitschaft.
Die Hisbollah kündigte bereits weitere Vergeltungsschläge „zur geeigneten Zeit und am geeigneten Ort“ an, wie ein Vertreter gegenüber Nachrichten.at erklärte. Israel seinerseits beharrt auf seinem Recht zur Selbstverteidigung gegen Raketenangriffe.
Die Situation bleibt extrem angespannt. Jede weitere militärische Handlung könnte die bereits fragile Stabilität in der Region vollends zerstören. Beobachter fürchten, dass der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah sich zu einem offenen Krieg mit Iran ausweiten könnte – mit unabsehbaren Konsequenzen für den Nahen Osten und darüber hinaus.



