Rheinland-Pfalz verfügt über eine hochinnovative Pharmaindustrie, die als wirtschaftliches Zugpferd gilt. Gleichzeitig kämpfen viele ländliche Regionen mit Problemen wie mangelnder Digitalisierung und unzureichender Infrastruktur. Diese Diskrepanz zwischen modernen Wirtschaftszweigen und strukturschwachen Gebieten prägt den Wahlkampf.
Die kommende Landesregierung muss laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) besonders darauf achten, dass Investitionen nicht nur Unternehmen, sondern auch die Menschen vor Ort erreichen. „Von Investitionen profitieren dort nicht nur Unternehmen, sondern auch die Menschen vor Ort – etwa durch eine bessere digitale Infrastruktur oder Gesundheitsversorgung“, heißt es in der IW-Studie. Konkret geht es darum, Mittel aus dem Sondervermögen zügig in konkrete Projekte umzusetzen.
„Um den Standort zu sichern, muss sich die kommende Landesregierung unter anderem darauf konzentrieren, die Mittel aus dem Sondervermögen zügig in konkrete, wertstiftende Projekte umzusetzen“, so die Forderung der Wirtschaftsexperten gegenüber dem IW. Die Digitalisierung des ländlichen Raums und der Ausbau der Gesundheitsversorgung stehen dabei im Mittelpunkt.
Insgesamt treten zwölf Parteien zur Landtagswahl an, wie der Volksfreund berichtet. Die Wähler entscheiden damit nicht nur über die politische Führung, sondern auch über die künftige Wirtschafts- und Strukturpolitik. Die Wahl wird zeigen, welche Prioritäten die Bürger setzen: Sollen die starken Wirtschaftszweige weiter gefördert werden, oder steht der Abbau regionaler Ungleichheiten im Vordergrund?
Für die Menschen in Rheinland-Pfalz geht es um praktische Fragen des Alltags: Werden Internetverbindungen schneller, kommen Arztpraxen näher, und bleiben Arbeitsplätze erhalten? Die Antworten darauf wird die neue Landesregierung geben müssen.



