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Israel greift Hisbollah im Libanon an – Waffenruhe verlängert

Wie der Spiegel berichtet, hat Israel erneut Ziele der Hisbollah im Libanon mit Luftangriffen attackiert. Zugleich einigten sich die USA, Israel und der Libanon auf eine Verlängerung der brüchigen Waffenruhe um 45 Tage.

Israel greift Hisbollah im Libanon an – Waffenruhe verlängert
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Die israelische Armee hat am Freitag erneut Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon bombardiert. Der Angriff erfolgte parallel zu Verhandlungen in Washington, bei denen sich die Konfliktparteien auf eine Verlängerung der bestehenden Waffenruhe um 45 Tage einigten, wie das US-Außenministerium mitteilte.

Die libanesische Regierung selbst ist nicht aktiv in die Kämpfe verwickelt, steht aber in der Pflicht, die Hisbollah von Angriffen auf Israel abzuhalten. Die Hisbollah selbst hat der Waffenruhe nie zugestimmt und setzt den Beschuss trotz der Vereinbarung fort. Im Libanon gibt es weiterhin täglich Tote, und israelische Truppen bleiben im Südlibanon stationiert.

Der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, kündigte auf der Plattform X eine weitere Gesprächsrunde für den 2. und 3. Juni an. Zuvor soll am 29. Mai ein militärischer Dialog zwischen israelischen und libanesischen Delegationen im Pentagon stattfinden. Die bisherige Frist für die Waffenruhe wäre am Sonntag abgelaufen.

Der israelische Botschafter in den USA, Jechiel Leiter, zeigte sich auf X optimistisch: „Die Friedensgespräche verliefen offen und konstruktiv und sollen nun auf zwei Ebenen vorangetrieben werden: auf sicherheitspolitischer und auf politischer Ebene. Es wird Höhen und Tiefen geben, doch die Erfolgsaussichten sind groß.“ Auch die libanesischen Unterhändler äußerten sich zuversichtlich. Die Verlängerung des Waffenstillstands und der von den USA unterstützte Sicherheitsprozess verschaffe den Bürgern eine dringend benötigte Atempause, stärke die staatlichen Institutionen und ebne den Weg für dauerhafte Stabilität, zitierte die Nachrichtenseite „Naharnet“ aus einer Stellungnahme der Delegation.

Quelle: www.spiegel.de