Die sechs Angeklagten – fünf Männer und eine Frau – wurden in der Nacht auf Samstag in Frankreich der kriminellen Verschwörung für schuldig befunden, einige zudem wegen Diebstahls von ausgestelltem Kulturgut. Die höchste Strafe erhielt der 50-jährige Micheil S. mit sieben Jahren Haft und lebenslangem Einreiseverbot nach Frankreich. Er war bereits in Litauen wegen ähnlicher Taten zu drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden.
Die Bande schlug auch in Deutschland, der Schweiz, Polen und Tschechien zu. Ihre Beute umfasste Werke von Alexander Puschkin, Nikolai Gogol und Michail Lermontow im Gesamtwert von mehreren Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Taten als „massiv, organisiert, geplant und mit Sorgfalt und Zynismus durchgeführt“. Sie betonte den internationalen Charakter des Falls.
Zwei der Angeklagten wurden in Abwesenheit verurteilt, da sie in Georgien inhaftiert sind, das keine eigenen Staatsbürger ausliefert. Zwei weitere waren bereits in anderen Ländern verurteilt und wurden vorübergehend nach Frankreich überstellt. Die Ermittlungen wurden von Europol und Eurojust koordiniert, mehrere Festnahmen erfolgten bereits 2024.
Quelle: www.spiegel.de



