Die überlebensgroße Bronzebüste thront auf dem historischen Sockel von 1910, umgeben von einem Rosenbeet. Geschaffen wurde sie von den Bildhauern Toni Preis und Olaf Herzog sowie Erzgießer Marc-Andreas Hofmeister, nach dem Vorbild der ursprünglichen Statue von Ferdinand von Miller. Die alte Statue war 1942 von den Nazis eingeschmolzen worden, um daraus Waffen zu produzieren – als einziges Königsdenkmal Münchens sei es damals vom Sockel geholt worden, sagte Wirt Dietmar Holzapfel der SZ.
Holzapfel, Betreiber des Traditionslokals „Eiche“ im Glockenbachviertel, hatte den Verein „Ludwig II. Denkmal“ gegründet und mehr als 220.000 Euro an Spenden gesammelt. Das Denkmal wurde ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert, ohne staatliche Zuschüsse. Bei der Enthüllung am Samstag waren neben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) und Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer anwesend.
Söder betonte, Ludwig II. stehe für Bayern, weil er „Gefühl und Technik verbindet, Tradition und Fortschritt“. Dietl hob die Bedeutung des Märchenkönigs für die queere Community hervor und prophezeite dem Denkmal eine Zukunft als „Foto-Hotspot“. Das zuvor verwahrloste Areal auf der Bastion wurde im Zuge der Arbeiten aufgewertet, unter anderem mit Steinfragmenten des alten Denkmals als Sitzgelegenheiten.
Quelle: www.sueddeutsche.de



