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NRW-Justiz: Spürhunde erschnüffeln nun auch NPS in Gefängnissen

In Nordrhein-Westfalen sind erstmals Spürhunde darauf trainiert worden, neue psychoaktive Substanzen (NPS) in Gefängnissen aufzuspüren, wie die FAZ berichtet.

NRW-Justiz: Spürhunde erschnüffeln nun auch NPS in Gefängnissen
Bild: media0.faz.net

Die Diensthundestaffel des nordrhein-westfälischen Justizvollzugs hat gemeinsam mit dem Landeskriminalamt zwei Hunde auf das zuverlässige Erkennen neuer psychoaktiver Stoffe (NPS) trainiert. NPS ahmen die Wirkung verbotener Rauschgifte nach und sind in Gefängnissen weit verbreitet, weil sie sich leicht auf Briefe, Fotos oder Kinderzeichnungen träufeln und so einschmuggeln lassen.

Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) bezeichnete den Erfolg bei einem Besuch des Trainingszentrums in Schalksmühle als „großartig“ und in Deutschland einzigartig. Schrittweise sollen weitere Diensthunde auf NPS geschult werden. Die Staffel besteht seit 2010 und sucht seit 2019 auch nach Datenspeichern, insbesondere nach verbotenen Mobiltelefonen.

Allein im vergangenen Jahr gab es 322 Einsätze der Staffel, bei denen die Hunde 693-mal Betäubungsmittel und 111-mal Handys aufspürten. Die Hunde werden auch von der Polizei eingesetzt, etwa als Sprengstoff-, Brandmittel- oder Leichenspürhunde. Datenträgerspürhunde halfen zudem bei der Aufklärung von Fällen massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde, Münster oder Bergisch Gladbach.

Quelle: www.faz.net