Der 46-jährige Architekt und Stadtplaner Pantisano, der seit vergangenem Jahr im Bundestag sitzt, löst den 65-jährigen Jan van Aken ab. Van Aken hatte aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Pantisano trat ohne Gegenkandidaten an und erhielt die Unterstützung der bisherigen Parteispitze sowie der Fraktionschefin Heidi Reichinnek.
Bereits vor seiner Wahl sorgte Pantisano für Aufsehen. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung hatte er der CDU „faschistische Politik“ vorgeworfen und sie mit der AfD gleichgesetzt. Die Äußerung stieß bei ostdeutschen Linken auf Kritik. Eva von Angern, Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, sagte dem Portal „t-online“, die Aussage passe nicht zu Pantisano. Die CDU sei eine demokratische Partei. Pantisano selbst räumte später ein, seine Formulierung sei „verkürzt“ gewesen.
Auf dem Parteitag betonte Pantisano in seiner Bewerbungsrede, er wolle „die arbeitende Klasse für die Linke zurückgewinnen“ und „die Werkstore für die Linke weit aufstoßen“. Zugleich bekräftigte er, die Linke werde nur dann in eine Regierung eintreten, wenn Positionen der Arbeitenden übernommen würden. Man stehe nicht für die „neoliberale Politik der CDU, SPD oder Grünen“ bereit.
Quelle: www.spiegel.de



