Der 48-jährige Niederbayer Protschka erhielt mehr als 79 Prozent der Stimmen. Zuvor hatte Mixl seine Kandidatur für aussichtslos erklärt, nachdem ein Antrag, Protschka das Ablegen des Tätigkeitsberichts zu verweigern, gescheitert war. Stattdessen sprachen die Protschka das Rederecht mit deutlicher Mehrheit zu und verweigerten seinen Gegnern im Vorstand die Entlastung.
Das Mixl-Lager sicherte sich in Hintergrundverhandlungen drei Beisitzerposten. Zu seinen Unterstützern zählen Rechtsaußen wie die Landtagsabgeordneten Franz Schmid und Rene Dierkes sowie Ulrich Singer. Als Stellvertreter wurden der Europaabgeordnete Markus Buchheit, die Ko-Fraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner und der Landtagsabgeordnete Gerd Mannes gewählt.
Protschka, der aus dem offiziell aufgelösten völkischen Flügel kommt, zeigte sich auf dem Parteitag versöhnlich gegenüber innerparteilichen Gegnern, nicht jedoch gegenüber der Union. Er nannte Bundeskanzler Friedrich Merz einen „Lügenfritze“. Ebner-Steiner rief: „Wenn wir Bayern zusammenhalten, dann schlagen wir nicht nur den Teufel aus der Hölle, sondern auch Söder aus der Staatskanzlei.“
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