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OECD-Studie: Long Covid belastet Gesundheitssysteme weiterhin

Eine aktuelle Studie der OECD zeigt, dass Long Covid auch in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Belastungen für die globalen Gesundheitssysteme mit sich bringen wird.

OECD-Studie: Long Covid belastet Gesundheitssysteme weiterhin
Bild: bilder.deutschlandfunk.de

Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) leiden weltweit weiterhin Millionen Menschen an Long Covid, obwohl die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu den Hochphasen der Pandemie zurückgegangen ist. Die Studie, die sich mit den langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Gesundheitssysteme befasst, prognostiziert, dass die Kosten für die Behandlung von Long Covid bis zum Jahr 2035 jährlich etwa elf Milliarden US-Dollar betragen werden.

Long Covid, auch bekannt als postakute sequelae von SARS-CoV-2-Infektionen, umfasst eine Vielzahl von Symptomen, die Wochen oder Monate nach der akuten Infektion anhalten können. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Müdigkeit, Atemprobleme, Konzentrationsstörungen und psychische Erkrankungen. Diese Symptome können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen und stellen eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar.

Die OECD hebt hervor, dass die finanziellen Auswirkungen von Long Covid nicht nur die direkten Kosten für medizinische Behandlungen umfassen, sondern auch indirekte Kosten, die durch Arbeitsausfälle und verminderte Produktivität entstehen. Die Studie weist darauf hin, dass insbesondere die Behandlung von Langzeitfolgen bei jüngeren Menschen, die in der Regel weniger gesundheitliche Probleme haben, eine unerwartete Belastung für die Gesundheitssysteme darstellen könnte.

Nach Angaben der OECD sind die Auswirkungen von Long Covid auf die Gesundheitssysteme in verschiedenen Ländern unterschiedlich ausgeprägt. In einigen Ländern sind die Ressourcen bereits stark beansprucht, was die Fähigkeit zur Bewältigung der zusätzlichen Belastungen durch Long Covid weiter einschränkt. Die Studie empfiehlt daher, dass Regierungen und Gesundheitseinrichtungen Strategien entwickeln, um die Versorgung von Long-Covid-Patienten zu verbessern und die langfristigen Kosten zu minimieren.

Zusätzlich wird in der Studie betont, dass eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Long Covid entscheidend ist, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die OECD fordert eine verstärkte Forschung zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Long Covid, um die bestehenden Wissenslücken zu schließen und effektive Therapien zu entwickeln.

Die OECD-Studie unterstreicht die Notwendigkeit eines koordinierten internationalen Ansatzes zur Bekämpfung der Langzeitfolgen der COVID-19-Pandemie. Die Organisation empfiehlt eine enge Zusammenarbeit zwischen den Ländern, um bewährte Verfahren auszutauschen und die Ressourcen effizient zu nutzen. Dies könnte nicht nur die Behandlung von Long Covid verbessern, sondern auch dazu beitragen, die Gesundheitssysteme insgesamt widerstandsfähiger zu machen.

Insgesamt zeigt die OECD-Studie, dass Long Covid auch in den kommenden Jahren eine ernsthafte Herausforderung für die globalen Gesundheitssysteme darstellen wird. Die finanziellen und gesundheitlichen Auswirkungen erfordern dringende Maßnahmen und eine umfassende Strategie, um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden und die Belastungen für die Gesundheitssysteme zu minimieren.