Die jüngste Überweisung folgt auf eine Zahlung von 2,9 Milliarden Euro, die Anfang des Monats im Rahmen der Ukraine-Fazilität geleistet wurde. Für diese Mittel hatte Kyiv zehn Reformauflagen erfüllt, darunter in den Bereichen Bankwesen, Energie, Agrarpolitik und Verkehr. Drei dieser Ziele seien vorzeitig erreicht worden.
Korezkyj erklärte, das Geld solle für die dringendsten Verteidigungsbedürfnisse des Landes eingesetzt werden. „Angesichts der schwierigen finanziellen Lage sind diese Mittel entscheidend für die Widerstandsfähigkeit des Staates“, zitiert Kyivpost aus seinem Beitrag auf Telegram. Der Bedarf an zusätzlicher Finanzierung bleibe „kritisch“.
Weitere EU-Zahlungen sind an Bedingungen geknüpft, die Kyiv noch nicht erfüllt hat. Mehrere davon erfordern Abstimmungen im Parlament, wo die entsprechenden Gesetzesvorlagen seit November 2025 feststecken. Sieben Reformgesetze hätten bereits die erste Lesung passiert, erklärte Finanzminister Serhij Martschenko in einem Beitrag auf LinkedIn.
In einer gemeinsamen Erklärung teilten die Europäische Kommission und die Ukraine mit, Mittel gefunden zu haben, um den Haushalt und die Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine für 2026 zu decken. Eine konkrete Summe nannten sie nicht. Martschenko zufolge benötigt die Ukraine für 2027 externe Haushaltshilfen in Höhe von 52,6 Milliarden Dollar, von denen erst rund 20 Milliarden Dollar zugesagt seien.
Quelle: www.kyivpost.com



