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Fragestunde im Bundestag: Grüne stellen die meisten Fragen

Am 22. April 2026 beantworten Vertreter der Bundesregierung in einer Fragestunde des Bundestags vorab eingereichte Fragen der Abgeordneten, wobei die Grünen-Fraktion mit 29 Fragen am häufigsten vertreten ist.

Fragestunde im Bundestag: Grüne stellen die meisten Fragen
Bild: Deutscher Bundestag

Wie der Deutsche Bundestag auf seiner Website berichtet, findet am Mittwoch, dem 22. April 2026, im Anschluss an die Regierungsbefragung eine Fragestunde statt. Dabei beantworten Vertreter der Bundesregierung 45 Minuten lang Fragen, die von den Abgeordneten vorab schriftlich eingereicht wurden. Insgesamt sind 69 Fragen zu beantworten, wobei die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit 29 Fragen die meisten stellt. Nach Angaben des Bundestags folgen Abgeordnete der AfD-Fraktion mit 24 Fragen und der Fraktion Die Linke mit 16 Fragen. Von Abgeordneten der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion sowie von fraktionslosen Abgeordneten werden keine Fragen gestellt.

Die Fragen richten sich an verschiedene Bundesministerien. Wie der Bundestag mitteilt, sind 19 Fragen an das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit adressiert, gefolgt vom Bundesministerium der Finanzen und dem Auswärtigen Amt mit jeweils acht Fragen. Jeweils sechs Fragen gehen an das Bundesministerium für Gesundheit und an das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit je fünf Fragen müssen sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Bundesministerium für Verkehr auseinandersetzen. Das Bundesministerium des Innern soll sich zu drei Fragen äußern, während das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und das Bundesministerium der Verteidigung mit je zwei Fragen konfrontiert werden. Die Bundesministerien für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, für Forschung, Technologie und Raumfahrt, für Arbeit und Soziales und für Digitales und Staatsmodernisierung sowie das Bundeskanzleramt sollen zu je einer Frage Stellung nehmen.

Der Bundestag nennt beispielhaft einige Fragen der Abgeordneten. So fragt die bayerische Abgeordnete Lisa Badum (Bündnis 90/Die Grünen) das Bundesumweltministerium, ob es die Auszahlung eines sozial gestaffelten Klimageldes zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern in der aktuellen fossilen Energiepreiskrise befürwortet. Sollte dies nicht der Fall sein, will Badum erfahren, weshalb nicht. Der nordrhein-westfälische Abgeordnete Maximilian Kneller (AfD) erkundigt sich beim Bundesverkehrsministerium, welche Erkenntnisse der Bundesregierung hinsichtlich einer Knappheit von Flugtreibstoff in Bezug auf den „Iran-Krieg“ vorliegen. Die Berliner Abgeordnete Stella Merendino (Die Linke) will vom Bundesgesundheitsministerium wissen, mit welchen konkreten Mechanismen die Bundesregierung plant, die Deckelung des Pflegebudgets umzusetzen, und nennt als Beispiele eine Deckelung pro Krankenhaus oder die Bestimmung einer gedeckelten Gesamtsumme.

Wie der Bundestag zudem berichtet, kann jeder Abgeordnete vorab bis zu zwei Fragen an die Bundesregierung einreichen. Nach der Beantwortung, die regelmäßig durch einen Parlamentarischen Staatssekretär oder einen Bundesminister erfolgt, können der Fragesteller, aber auch andere Abgeordnete des Deutschen Bundestages Zusatzfragen stellen und so die Bundesregierung zu weiteren Stellungnahmen zwingen. Reicht die Zeit nicht aus, werden noch nicht aufgerufene Fragen von der Regierung schriftlich beantwortet. Ebenso kann vorab bereits um schriftliche Beantwortung gebeten werden.