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Saporischschja: Toter und neun Verletzte nach Gleitbomben-Angriff

Bei einem russischen Luftangriff auf Saporischschja ist am Freitagmorgen ein 48-jähriger Mann getötet worden. Neun Menschen wurden verletzt, darunter ein 14-jähriges Mädchen.

Saporischschja: Toter und neun Verletzte nach Gleitbomben-Angriff
Archivfoto: Sergey Ashmarin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Bei einem russischen Luftangriff auf Saporischschja ist am Freitagmorgen ein 48-jähriger Mann getötet worden. Neun Menschen wurden verletzt, darunter ein 14-jähriges Mädchen.

Bei einem russischen Luftangriff auf Saporischschja ist am Freitagmorgen ein 48-jähriger Mann getötet und neun weitere Menschen verletzt worden, darunter ein 14-jähriges Mädchen. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Die Angriffe mit Gleitbomben erfolgten demnach zwischen 4:50 und 5:59 Uhr und richteten sich gegen die zivile Infrastruktur der Stadt. Beschädigt wurden Mehrfamilienhäuser, eine Bildungseinrichtung und Fahrzeuge.

Die Zahl der Verletzten werde derzeit noch genauer gefasst, hieß es. Die Rechtsschutzorgane haben ein Vorverfahren wegen des Kriegsverbrechens mit Todesfolge nach Artikel 438 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches eingeleitet.

Wie die Stadt immer wieder ins Visier gerät

Saporischschja, eine Großstadt im Süden der Ukraine, ist seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 regelmäßig Ziel von Luftangriffen. Erst am 26. September hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Angriffen auf die Stadt und andere Orte von zwei Toten in Saporischschja berichtet, wie die „Welt“ meldete. Landesweit habe es damals 14 Verletzte gegeben. Der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow hatte bereits am 3. August nach Explosionen zweier Gleitbomben in Saporischschja zunächst mindestens zwei Tote und elf Verletzte gemeldet; bis zum Abend stieg die Zahl der Verletzten auf 31, wie aus einem Ticker der „fr.de“ hervorgeht.

Die Angriffe treffen die Menschen in der Region immer wieder unvermittelt. Mehrfamilienhäuser, Bildungseinrichtungen und Fahrzeuge werden beschädigt – Orte, an denen sich der Alltag abspielt. Die genauen Umstände des jüngsten Angriffs und die endgültige Zahl der Verletzten waren am Freitagmorgen noch nicht abschließend geklärt.

Was der Angriff für die Menschen bedeutet

Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Saporischschja bedeutet der erneute Beschuss Unsicherheit im Alltag: Schulen und Bildungseinrichtungen werden beschädigt, Wege zur Arbeit und zur Versorgung sind gefährdet. Die ukrainische Regierung fordert seit Monaten mehr Luftverteidigungssysteme von den westlichen Partnern, um solche Angriffe abzufangen. Ob und wann weitere Hilfen eintreffen, ist offen.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall vom Freitag laufen. Die Staatsanwaltschaft stufte den Angriff als Kriegsverbrechen mit Todesfolge ein. Weitere Einzelheiten zu den Opfern und den genauen Schäden wurden zunächst nicht bekannt.

Quellen

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