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Ukrainischer Präsident Selenskyj warnt Belarus vor Kriegsbeteiligung an der Seite Russlands

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Nachbarland Belarus vor einer Beteiligung am Krieg an der Seite Russlands gewarnt.

Ukrainischer Präsident Selenskyj warnt Belarus vor Kriegsbeteiligung an der Seite Russlands
Bild: bilder.deutschlandfunk.de

Wie der Deutschlandfunk berichtet, hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Nachbarland Belarus vor einer Kriegsbeteiligung an der Seite Russlands gewarnt. In einer aktuellen Stellungnahme wies Selenskyj darauf hin, dass eine solche Beteiligung schwerwiegende Konsequenzen für Belarus haben könnte. Der ukrainische Präsident betonte, dass sein Land die Souveränität und territoriale Integrität aller Nachbarstaaten respektiere, jedoch jede Form der Unterstützung für die russische Aggression klar zurückweise.

Nach Angaben des Deutschlandfunks richtete sich die Warnung Selenskyjs direkt an die politische Führung in Minsk. Der ukrainische Präsident forderte Belarus auf, sich nicht in den Konflikt hineinziehen zu lassen und stattdessen eine neutrale Position beizubehalten. Selenskyj verwies dabei auf die bereits bestehende militärische Kooperation zwischen Belarus und Russland, die seit Jahren intensiviert werde. Diese Zusammenarbeit umfasst unter anderem gemeinsame Militärübungen und die Stationierung russischer Truppen auf belarussischem Territorium.

Der Deutschlandfunk zufolge äußerte Selenskyj die Befürchtung, dass Belarus als Aufmarschgebiet für weitere russische Angriffe auf die Ukraine genutzt werden könnte. Der ukrainische Präsident warnte davor, dass eine aktive Kriegsbeteiligung Belarus international isolieren und wirtschaftlich schwächen würde. Selenskyj betonte, dass die Ukraine bereit sei, ihren Verteidigungskampf fortzusetzen, verwies aber gleichzeitig auf die Möglichkeit diplomatischer Lösungen.

Wie der Deutschlandfunk weiter mitteilt, hat die ukrainische Regierung in der Vergangenheit mehrfach vor einer möglichen Kriegsbeteiligung Belaruss gewarnt. Die Beziehungen zwischen der Ukraine und Belarus sind seit Beginn des russischen Angriffskrieges angespannt. Belarus wird von der ukrainischen Seite als potenzielle Bedrohung angesehen, da das Land eng mit Russland verbunden ist und bereits logistische Unterstützung für russische Militäroperationen geleistet hat.

Nach Informationen des Deutschlandfunks reagierte die belarussische Regierung zunächst nicht öffentlich auf die Warnungen Selenskyjs. Belarus hat wiederholt betont, nicht direkt in den Konflikt verwickelt zu sein, unterstützt aber politisch und wirtschaftlich die Position Russlands. Die belarussische Führung unter Präsident Alexander Lukaschenko steht international in der Kritik, weil sie russische Militäraktivitäten auf ihrem Territorium duldet.

Der Deutschlandfunk berichtet, dass Selenskyj in seiner Stellungnahme auch die internationale Gemeinschaft aufforderte, den Druck auf Belarus zu erhöhen, um eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern. Der ukrainische Präsident forderte konkrete Maßnahmen, um Belarus von einer Kriegsbeteiligung abzuhalten. Gleichzeitig bekräftigte Selenskyj die Entschlossenheit der Ukraine, ihr Territorium gegen jegliche Aggression zu verteidigen.

Wie der Deutschlandfunk abschließend mitteilt, bleibt die Situation an der ukrainisch-belarussischen Grenze weiterhin angespannt. Die ukrainischen Streitkräfte haben ihre Überwachungsaktivitäten in der Region verstärkt, um mögliche Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. Die Warnung Selenskyjs unterstreicht die komplexe sicherheitspolitische Lage in Osteuropa, wo sich der Krieg in der Ukraine zunehmend auf die Beziehungen zwischen Nachbarstaaten auswirkt.