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150 Jahre Tram: Festwochenende in München, Eintritt frei

Am 17. und 18. Oktober feiert die MVG das Tram-Jubiläum: Korso, kostenlose Jubiläumslinie und Tag der offenen Tür im Betriebshof mit Kinderprogramm.

150 Jahre Tram: Festwochenende in München, Eintritt frei
Archivfoto: Srihari Thalla / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Am 17. und 18. Oktober feiert die MVG das Tram-Jubiläum: Korso, kostenlose Jubiläumslinie und Tag der offenen Tür im Betriebshof mit Kinderprogramm.

Am 21. Oktober 1876 rollte in München die erste Pferdetram vom Promenadeplatz Richtung Maillingerstraße, 2,8 Kilometer lang. 150 Jahre später feiert die MVG das Jubiläum mit einem Festwochenende am 17. und 18. Oktober – und der Eintritt ist überall frei. Für Familien mit Kindern, die Fahrzeuge lieben, ist das ein sehr günstiger Ausflug.

Samstag: Korso und kostenlose Jubiläumslinie

Am Samstag, 17. Oktober, stellen sich historische Trams und Busse an der Theatinerstraße auf, angeführt von einer Avenio im Jubiläumsdesign. Nach Reden fährt der Korso über Maxmonument und Max-Weber-Platz zum Tram-Betriebshof in der Einsteinstraße. Beim Start gehen die Angaben leicht auseinander: Die MVG nennt 9:45 Uhr Aufstellung und 10 Uhr Reden, muenchen.de einen Korso ab 9:30 Uhr; Ankunft am Betriebshof ist gegen 11 Uhr. Mitfahren im Korso ist nicht möglich, Zuschauen am Straßenrand schon, historische Kostüme und Trachten sind ausdrücklich erwünscht.

Ab etwa 11:30 bis 18 Uhr pendelt dann die Jubiläumslinie zwischen Einsteinstraße und Sendlinger Tor, per Tram und per historischem Bus. Man kann an jeder Haltestelle ohne Ticket zusteigen, solange Platz ist. Die Fahrpläne will die MVG erst kurz vor dem Wochenende veröffentlichen. Am Sendlinger Tor gibt es Ballonkunst, an der Einsteinstraße Kinderschminken und eine Fotowand.

Sonntag: Blick unter die Tram

Am Sonntag, 18. Oktober, öffnet von 10 bis 17 Uhr der Betriebshof Einsteinstraße 148 für alle. Zu sehen sind eine angehobene Tram von unten, Werkstatt und Lackiererei, Türtechnik, Führerstände zum Reinsetzen, Arbeits- und Unfallhilfsfahrzeuge. Für Kinder gibt es Glücksrad, Schminken, Ballonkunst, eine Malstation und die „Spaß-Tram“, in der man klingeln, Durchsagen machen und fotografieren darf. Wer sich für Berufe interessiert, trifft Fahrerinnen, Fahrzeugtechniker und das Gleisbau-Team.

Anreise: Tram 19 bis Vogelweideplatz oder Einsteinstraße im Zehnminutentakt, dazu historische Busse ab Max-Weber-Platz. Praktisch zu wissen: Kinderwagen dürfen nicht in die historischen Fahrzeuge, auf dem Gelände sind nur Rucksäcke und Taschen bis DIN A4 erlaubt, die meisten historischen Wagen sind nicht rollstuhlgerecht. Termine und Routen können sich laut Veranstaltern noch ändern – kurz vor dem Besuch auf mvg.de nachsehen.

Unsere Einschätzung: Die Tram ist heute mit rund 390.000 Fahrgästen am Tag das Rückgrat des Münchner Nahverkehrs, 1964 war das Netz mit 134,6 Kilometern am größten. Wer mit kleinen Kindern kommt, sollte den Sonntag wählen – der Samstag lebt vom Zuschauen, der Sonntag vom Anfassen.

Quellen: MVG, muenchen.de

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