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Über 80 Angriffe auf Sumy-Region: ein Toter, mehrere Verletzte

Russische Truppen haben in der Nacht zum Montag mehr als 80 Angriffe auf 22 Orte in der Region Sumy geführt. Ein 39-Jähriger starb, mehrere Menschen wurden verletzt.

Über 80 Angriffe auf Sumy-Region: ein Toter, mehrere Verletzte
Grafik: EuroPulse

Russische Truppen haben in der Nacht zum Montag mehr als 80 Angriffe auf 22 Orte in der Region Sumy geführt. Ein 39-Jähriger starb, mehrere Menschen wurden verletzt.

Mehr als 80 Angriffe auf 22 Orte in der Region Sumy hat die russische Armee innerhalb eines Tages geführt – von Sonntagmorgen bis Montagmorgen. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf die regionale Militärverwaltung. Ein 39 Jahre alter Mann kam ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt.

Nach Angaben der Militärverwaltung starb der 39-Jährige in der Gemeinde Krasnopillja, als eine russische Drohne einen zivilen Pkw traf. In der Gemeinde Jampil wurden zwei Männer im Alter von 44 und 59 Jahren verletzt, als eine Drohne einen Krankenwagen traf. In der Gemeinde Kyrykiwka wurde ein 59-Jähriger verletzt, als ein Traktor über einen Sprengsatz fuhr und dieser detonierte. In der Gemeinde Hluchiw erlitt ein 58-Jähriger durch den Einschlag einer Drohne Verletzungen.

Zusätzlich suchten nach Behördenangaben ein 17-Jähriger sowie zwei Männer im Alter von 55 und 46 Jahren und eine 64 Jahre alte Frau medizinische Hilfe. Sie waren bereits am 10. Oktober in der Gemeinde Seredyna-Buda verletzt worden – der Jugendliche durch den Einschlag einer Drohne, die drei anderen durch russischen Beschuss. Die meisten Angriffe registrierten die Behörden in den Rajonen Sumy und Schostka. Zum Einsatz kamen nach ihren Angaben Artillerie, Mörser, Mehrfachraketenwerfer, FPV-Drohnen, unbemannte Fluggeräte und gelenkte Fliegerbomben.

Ukrinform hatte zuvor berichtet, dass russische Kräfte in der Region Sumy eine Drohne auf einen Krankenwagen gelenkt hatten; dabei wurden ein 44-jähriger Fahrer und ein 59-jähriger Notfallsanitäter verletzt.

Warum die Region Sumy immer wieder im Visier ist

Die Region im Nordosten der Ukraine grenzt unmittelbar an die russische Oblast Kursk und liegt seit Beginn des russischen Angriffskriegs regelmäßig unter Beschuss. Schon in den vergangenen Wochen hatte die Militärverwaltung wiederholt von nächtlichen Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Gleitbomben berichtet. Die jetzt gemeldeten Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Sonntagmorgen bis Montagmorgen und sind ein Zwischenstand – die Behörden aktualisieren ihre Angaben in der Regel im Tagesverlauf.

Für die Menschen in der Region bedeutet das: Der Alltag spielt sich weiterhin in Kellern und Schutzräumen ab, Krankenwagen und Rettungskräfte geraten selbst unter Beschuss. Die beiden Verletzten aus dem getroffenen Krankenwagen sind dafür das jüngste Beispiel.

Was bislang unklar bleibt

Ob es sich bei den mehr als 80 Angriffen um eine koordinierte Angriffswelle handelte oder um anhaltenden Beschuss entlang der Grenze, geht aus der Mitteilung der Militärverwaltung nicht hervor. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben aus der Region derzeit nicht. Die ukrainische Luftwaffe veröffentlicht üblicherweise eigene Tagesbilanzen zu abgefeuerten Drohnen und Raketen; ob sich die Zahlen mit den Angaben der Regionalverwaltung decken, ist offen.

Klar ist: Die Region Sumy bleibt eine der am stärksten umkämpften und am stärksten beschossenen Gebiete der Ukraine. Für die Anwohnerinnen und Anwohner ändert sich damit vorerst nichts an der täglichen Gefahr – und für die Rettungskräfte nichts an der Regel, dass sie zu Einsätzen ausrücken, bei denen sie selbst zum Ziel werden können.

Quellen

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