Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:20 DE / UKR / EN

Herrmann stellt Ergebnisse der Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung vor: Bayerns Einwohnerzahl wächst auf 13,53 Millionen bis 2044

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die Ergebnisse der Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung vorgestellt. Demnach wird die Einwohnerzahl des Freistaats bis zum Jahr 2044 auf 13,53 Millionen ansteigen, während das Durchschnittsalter auf 46 Jahre zunimmt.

Herrmann stellt Ergebnisse der Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung vor: Bayerns Einwohnerzahl wächst auf 13,53 Millionen bis 2044
Bild: Bayerisches Innenministerium

Wie das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration (StMI) mitteilt, hat Innenminister Joachim Herrmann die Ergebnisse der Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung vorgestellt. Die Prognose zeigt, dass die Einwohnerzahl Bayerns bis zum Jahr 2044 auf 13,53 Millionen wachsen wird. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung auf 46 Jahre. Herrmann betonte, dass die Bevölkerungsentwicklung regional stark unterschiedlich verlaufe. Während einige Regionen ein deutliches Wachstum verzeichnen, seien andere von Stagnation oder sogar Rückgang betroffen.

Nach Angaben des Ministeriums basiert die Vorausberechnung auf aktuellen Bevölkerungsdaten und Annahmen zur Geburtenentwicklung, Sterblichkeit sowie Wanderungsbewegungen. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für politische Entscheidungen in den Bereichen Infrastruktur, Wohnungsbau und Fachkräftesicherung dienen. Herrmann erklärte, dass gezielte Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte und die Stärkung aller Regionen essenziell seien, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.

Die Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung wird regelmäßig vom Bayerischen Landesamt für Statistik erstellt. Sie liefert Prognosen für die einzelnen Regierungsbezirke, Landkreise und kreisfreien Städte. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der demografische Wandel in Bayern weiter voranschreitet: Die Gesellschaft altert, und die Bevölkerung konzentriert sich zunehmend auf Ballungsräume. Herrmann forderte daher eine aktive Regionalpolitik, um die Lebensqualität in allen Landesteilen zu erhalten und die Attraktivität des ländlichen Raums zu steigern.

Die Vorausberechnung ist ein wichtiges Instrument für die Landesplanung. Sie ermöglicht es, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren und Maßnahmen zu ergreifen, um die Infrastruktur an die künftige Bevölkerungsentwicklung anzupassen. Herrmann unterstrich, dass die Ergebnisse auch für die Kommunen von großer Bedeutung seien, da sie bei der Planung von Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Verkehrswegen helfen.

Insgesamt zeigt die Prognose, dass Bayern trotz des demografischen Wandels weiterhin wächst. Allerdings sind die regionalen Unterschiede erheblich: Während die Metropolregionen München, Nürnberg und Augsburg stark zulegen, müssen ländliche Regionen wie Oberfranken oder die Oberpfalz mit Bevölkerungsverlusten rechnen. Herrmann betonte, dass die Landesregierung mit gezielten Förderprogrammen gegensteuern wolle, um eine ausgewogene Entwicklung zu erreichen.

Die vollständigen Ergebnisse der Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung sind auf der Website des Bayerischen Landesamts für Statistik abrufbar. Das Ministerium empfiehlt allen interessierten Bürgern und Kommunalvertretern, die Daten für ihre Planungen zu nutzen.