Wladimir Putin äußerte am 9. Mai während einer Pressekonferenz, dass die Fragen zu den westlichen Angriffen auf Russland „zu Ende gehen“. Diese Aussage wurde von russischen Staatsmedien so interpretiert, als ob er das Ende des Krieges in der Ukraine ankündigen würde. Analysten des Instituts für Kriegsstudien (ISW) betonen jedoch, dass Putin keine konkreten Hinweise gegeben hat, dass er die militärischen Operationen einstellen möchte.
ISW hebt hervor, dass Putin die Abwesenheit militärischer Ausrüstung bei einem kürzlichen Militärparade damit erklärte, dass die russischen Streitkräfte sich auf die „vollständige Niederlage der Ukraine“ konzentrieren müssen. Dies deutet darauf hin, dass Russland weiterhin an seinen maximalistischen Zielen festhält, die ukrainische Regierung zur Kapitulation zu zwingen.
Zusätzlich berichtet die Nachrichtenagentur Gazeta.ua, dass Putin erneut betonte, dass ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nur in Moskau stattfinden könne. Dies zeigt, dass der Kreml nicht bereit ist, Kompromisse einzugehen oder Gespräche außerhalb Russlands zu führen.
ISW analysiert weiter, dass Putins Aussagen darauf abzielen, die Unzufriedenheit der russischen Bevölkerung zu besänftigen, die unter den Folgen des über vierjährigen Krieges leidet. Trotz der offiziellen Rhetorik über einen bevorstehenden Sieg ist die russische Armee an der Front in einer schwierigen Lage.



