Die Zahl der Cyberkriminalitätsopfer in Deutschland hat im Jahr 2025 erheblich zugenommen. Laut dem Cybersicherheitsmonitor des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) wurden 11 Prozent der Internetnutzer Opfer eines Cyberangriffs. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei sieben Prozent.
Die häufigsten Vorfälle betrafen Betrugsfälle beim Onlineshopping, gefolgt von Fremdzugriffen auf Onlinekonten und Betrug im Onlinebanking. BSI-Präsidentin Arne Schönbohm fordert Anbieter auf, sichere Produkte und Dienste zum Standard zu machen, um die Nutzer besser zu schützen.
Die Umfrage, an der 3.060 Personen ab 16 Jahren teilnahmen, zeigt, dass 88 Prozent der Betroffenen von einem Schaden berichteten. Ein Drittel der Befragten beklagte finanzielle Verluste, während 29 Prozent einen Vertrauensverlust in die genutzten Dienste angaben. Zudem fühlte sich jeder fünfte Betroffene emotional belastet.
Die Umfrage verdeutlicht auch, dass viele Verbraucher nachlässig bei der Prävention sind. Nur 14 Prozent der Befragten informieren sich regelmäßig über Sicherheitsmaßnahmen im Internet. Besonders junge Menschen zeigen sich sorglos und fühlen sich oft von den Schutzmaßnahmen überfordert.
Die Polizei plant, die Vorgehensweisen der Täter transparenter zu machen, um den Bürgern zu helfen, sich besser zu schützen.



