Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:57 DE / UKR / EN

Immobilienpreise in Deutschland stagnieren: Kaufmarkt unter Druck

Der Preisanstieg am deutschen Immobilienmarkt hat im ersten Quartal 2026 an Dynamik verloren. Laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr nur um 2,2 Prozent.

Immobilienpreise in Deutschland stagnieren: Kaufmarkt unter Druck
Bild: images.handelsblatt.com

Die Immobilienpreise in Deutschland haben im ersten Quartal 2026 nur um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, wie der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) am Montag mitteilte. Im Vorjahr betrug der Preisanstieg noch 3,3 Prozent, während er im vierten Quartal 2025 bei 4,0 Prozent lag. Diese Entwicklung ist auf steigende Zinsen, hohe Baukosten und konjunkturelle Unsicherheit zurückzuführen.

Der VDP hat zudem seine Berechnungsmethode geändert und verwendet nun eine gemeinsam mit der Bundesbank entwickelte Methodik. Diese Anpassung erschwert den Vergleich mit früheren Daten und könnte die Interpretation der aktuellen Zahlen beeinflussen. Der neue Index basiert auf Transaktionsdaten von mehr als 700 deutschen Banken, darunter große Institute wie die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Die Nachfrage nach Immobilien bleibt jedoch bestehen, insbesondere in bestimmten Städten, wo Mieten und Kaufpreise langsamer steigen. Der VDP bietet mit seinem neuen Index einen umfassenden Überblick über die aktuelle Marktlage, geordnet nach Wohnimmobilien, Metropolen, Mieten und Gewerbeimmobilien.