Putin hat am Samstag den ehemaligen deutschen Gerhard Schröder als bevorzugten Vermittler für Gespräche im Ukraine-Krieg genannt. Diese Bemerkung wurde in Berlin mit Skepsis aufgenommen, da Schröder enge Verbindungen zum Kreml pflegt und die russische Aggression gegen die Ukraine nie verurteilt hat.
Deutsche Regierungsvertreter äußerten sich zurückhaltend zu Putins Vorschlag und bezeichneten ihn als Teil einer Reihe von „falschen Angeboten“ aus Moskau. Ein Regierungsvertreter erklärte gegenüber AFP, dass die wahren Absichten Russlands erst dann erkennbar wären, wenn eine bestehende dreitägige Waffenruhe verlängert werde.
Schröder, der von 1998 bis 2005 Kanzler war, hat sich seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 von den meisten westlichen Führern distanziert. Seine Haltung hat ihn zu einer umstrittenen Figur in Deutschland gemacht, da er nie öffentlich gegen die Invasion Stellung bezogen hat, was ihm einige Privilegien, die ehemaligen Kanzlern zustehen, gekostet hat.
Die Diskussion über mögliche Vermittler im Ukraine-Krieg bleibt angespannt, da viele Stimmen betonen, dass jeder Mediator von der Ukraine akzeptiert werden muss. Die Nominierung von Schröder könnte daher als nicht tragfähig angesehen werden.



