Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:01 DE / UKR / EN

Eisbachwelle in München: Surfen wieder erlaubt – Welle baut sich natürlich auf

Nach monatelanger Sperrung ist das Surfen an der Eisbachwelle in München wieder offiziell erlaubt. Wie die München berichtet, hat Dominik Krause (Grüne) den weltberühmten Surfspot am Englischen Garten vergangenen Freitag freigegeben.

Eisbachwelle in München: Surfen wieder erlaubt – Welle baut sich natürlich auf
Bild: abendzeitung-muenchen.de

Seit der Freigabe durch Dominik Krause (Grüne) am vergangenen Freitag strömen wieder Schaulustige an die Eisbachbrücke am Haus der Kunst. Die Stimmung ist ausgelassen: „Ich wurde zum Muttertag mit diesem Ausflug überrascht, so schön, dass wir den Surfern wieder zuschauen können“, sagte Monika Vogt der München. Auch die Berlinerin Mischa (31) reiste extra an und fand die Szene „absolut gigantisch“.

Neue Regeln nach tödlichem Unfall

Die Freigabe erfolgt unter strengen Auflagen, wie die München weiter berichtet. Surfen ist nur in Begleitung und zwischen 5.30 und 22 Uhr erlaubt. Zudem müssen Surfer eine Sicherungsleine (Leash) tragen, die sich im Notfall selbst vom Bein löst. Hintergrund ist ein tödlicher Unfall im April 2025: Eine 33-jährige Surferin war nachts kurz vor Mitternacht verunglückt, weil sich ihre Leash im Bachbett verhakt hatte. Die genaue Ursache blieb ungeklärt.

Natürlicher Aufbau statt künstlicher Einbauten

Nach der Sperrung hatte die Stadt München zunächst versucht, die Welle künstlich wiederherzustellen – unter anderem mit wissenschaftlichen Tests und Gitterkonstruktionen. Parallel hängten Unbekannte immer wieder verbotene Holzrampen ins Wasser. Doch nun überrascht die Natur: Die Welle baut sich wieder stabil auf, ohne technische Eingriffe. „Die Welle hat ein Eigenleben und braucht Zeit“, erklärte Surf-Club-Präsident Martin Grün der München. Temperaturen ließen Moos wachsen, das die Wellenbildung fördere. Auch die kurzfristigen Einbauten der letzten Wochen hätten geholfen.

Grün warnt jedoch: „Perfekt ist die Eisbachwelle immer noch nicht, und sie wird auch nicht für immer so stehen wie jetzt.“ Für die Zukunft sei eine dauerhafte Lösung nötig. Die Stadt München und der Surf-Club wollen weiter an einer stabilen Regelung arbeiten.