Die Europäische Union (EU) plant, die Arzneimittelproduktion in Europa zu stärken, um Engpässe bei wichtigen Medikamenten zu vermeiden. Vertreter des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, die Herstellung dieser Medikamente mit öffentlichen Geldern zu fördern. Ziel ist es, die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern zu verringern.
In der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme mit der Verfügbarkeit von Medikamenten wie Schmerzmitteln und Antibiotika. Der zyprische Gesundheitsminister Neophytos Charalambides betonte, dass Patientinnen und Patienten sich keine Sorgen machen sollten, ob wichtige Arzneimittel in Apotheken oder Krankenhäusern verfügbar sind.
Die neuen Regeln müssen noch vom Europaparlament und den EU-Staaten abgesegnet werden, gelten jedoch als Formsache. Geplant sind bevorzugte Vergaben für in Europa hergestellte Medikamente sowie schnellere Genehmigungen für strategische Projekte. Dies soll Anreize für sichere Lieferketten schaffen.
Ein zentraler Punkt der Einigung betrifft die Vergabe öffentlicher Aufträge. Bei wichtigen Arzneimitteln, für die eine hohe Abhängigkeit von wenigen Ländern besteht, sollen künftig grundsätzlich in Europa hergestellte Medikamente bevorzugt werden. Das Parlament teilte mit, dass Lieferanten proportional zu dem Anteil der in der EU hergestellten Arzneimittel und deren pharmazeutischen Wirkstoffe vergütet werden sollen.



