Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:22 DE / UKR / EN

Antisemitismusbeauftragter Klein warnt vor Hass und Hetze im Kulturbetrieb

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat vor einer Zunahme von Antisemitismus und antiisraelischer Hetze in der Kulturszene gewarnt und dabei insbesondere das SpiegelHabitat-Festival in Hamburg kritisiert.

Antisemitismusbeauftragter Klein warnt vor Hass und Hetze im Kulturbetrieb
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Wie Der Spiegel berichtet, hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, vor einer wachsenden Gefahr durch Antisemitismus und antiisraelische Hetze im Kulturbetrieb gewarnt. In einem aktuellen Bericht äußerte er sich besorgt über Entwicklungen, die er als besorgniserregend einstuft. Dabei bezog er sich unter anderem auf das SpiegelHabitat-Festival in Hamburg, wo er Kritik an einem Auftritt einer palästinensischen DJane übte. Nach Angaben von Der Spiegel sieht Klein in solchen Vorfällen Anzeichen für eine zunehmende Verbreitung judenfeindlicher Ressentiments in der Kulturszene.

Die Berliner Morgenpost zufolge betonte Klein, dass Antisemitismus und antiisraelische Hetze in der Kultur nicht toleriert werden dürften. Er warnte davor, dass solche Tendenzen den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden und zu einer Normalisierung von Hass beitragen könnten. In seiner Stellungnahme machte er deutlich, dass der Kulturbetrieb eine besondere Verantwortung trage, um gegen Diskriminierung und Hetze vorzugehen. Wie die Berliner Morgenpost weiter berichtet, forderte Klein eine stärkere Sensibilisierung und klare Positionierungen von Kulturinstitutionen gegen Antisemitismus.

Das brennessel magazin berichtet exklusiv, dass Klein den Judenhass im Kulturbetrieb als ein ernstzunehmendes Problem beklagte. Er verwies darauf, dass antisemitische Vorfälle in den letzten Monaten häufiger geworden seien und oft mit antiisraelischen Narrativen einhergingen. Laut brennessel magazin betonte der Antisemitismusbeauftragte, dass es wichtig sei, zwischen legitimer Kritik an der Politik Israels und pauschaler Hetze gegen Juden zu unterscheiden. Er rief dazu auf, in der Kulturlandschaft wachsam zu bleiben und entsprechende Vorkommnisse konsequent zu adressieren.

WELT zufolge kritisierte Klein speziell den Auftritt der palästinensischen DJane beim SpiegelHabitat-Festival in Hamburg. Er warf vor, dass dabei antiisraelische Hetze verbreitet worden sei, die in antisemitische Stereotype abgleite. Nach Informationen von WELT forderte Klein die Veranstalter auf, solche Inhalte künftig zu unterbinden und sich klar von judenfeindlichen Äußerungen zu distanzieren. Er betonte, dass Kulturveranstaltungen wie das SpiegelHabitat-Festival eine Plattform für Vielfalt und Toleranz sein sollten, nicht für Hass und Hetze.

Insgesamt zeigt sich in den Berichten, dass Felix Klein die Kulturszene auffordert, aktiv gegen Antisemitismus vorzugehen. Er sieht in der aktuellen Situation eine Herausforderung, die gemeinsame Anstrengungen erfordert, um die Werte einer offenen und demokratischen Gesellschaft zu wahren. Die Warnungen des Antisemitismusbeauftragten unterstreichen die Bedeutung einer kritischen Auseinandersetzung mit judenfeindlichen Tendenzen im Kulturbetrieb, um deren Ausbreitung zu verhindern.