Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:01 DE / UKR / EN

Bayer kauft US-Augenspezialisten, Curevac-Gründer wirft Biontech Täuschung vor, Gamestop bietet Ebay Übernahme an

Wie n-tv berichtet, stehen mehrere große Transaktionen und Vorwürfe im Biotech- und Techsektor im Fokus: Bayer übernimmt den Perfuse Therapeutics, der Gründer von Curevac erhebt gegen Biontech schwere Vorwürfe, und Gamestop legt ein Milliardenangebot für Ebay vor.

Bayer kauft US-Augenspezialisten, Curevac-Gründer wirft Biontech Täuschung vor, Gamestop bietet Ebay Übernahme an
Bild: n-tv.de

Wie n-tv berichtet, hat Bayer die Übernahme des Augenspezialisten Perfuse Therapeutics angekündigt. Die Transaktion habe ein potenzielles Gesamtvolumen von bis zu 2,45 Milliarden US-Dollar. Dieses umfasse eine Vorauszahlung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar sowie zusätzliche Entwicklungs-, Zulassungs- und kommerzielle Meilensteinzahlungen, teilte der Konzern mit. Mit dem Zukauf erwerbe Bayer die vollen Rechte an einem Medikament, das sich derzeit in der klinischen Phase-II-Entwicklung zur Behandlung von Glaukom (grünem Star) und diabetischer Retinopathie (DR) befinde. Perfuse Therapeutics werde als biopharmazeutisches Unternehmen beschrieben, das in der Erforschung bestimmter Augenerkrankungen tätig sei.

Nach Angaben von n-tv hat Curevac-Gründer Hoerr Biontech nach der Übernahme von Curevac Täuschung vorgeworfen. Hoerr erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), die Schließungspläne von Biontech für den Standort Tübingen kurz nach der Übernahme seien „total unlauter“ und „fast schon Trickserei“. Er sagte, es sei vereinbart gewesen, ein gemeinsames Unternehmen zu schaffen, das sich gegenseitig befruchte; diese Vereinbarung sei nun „über den Haufen geschmissen“ worden. Hoerr äußerte zudem den Verdacht, Biontech wolle auf diese Patentstreitigkeiten mit Curevac umgehen. Er warf Investoren vor, durch Versprechungen „eingelullt“ worden zu sein, und sagte, die Übernahme hätte nie erfolgen dürfen.

Ebenfalls berichtet n-tv, dass der Chef des Videospiele-Händlers Gamestop, Cohen, ein Übernahmeangebot für die Online-Handelsplattform Ebay vorgelegt hat. Das Angebot habe ein Volumen von rund 56 Milliarden Dollar und solle zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien beglichen werden. Cohen sagte in einem Interview des Podcasts „TBPN“, er plane im Falle eines erfolgreichen Angebots drastische Stellenkürzungen bei Ebay. „Ich könnte dieses Geschäft von meinem Haus aus betreiben“, wird er zitiert; er nannte die Zahl von 11.500 Beschäftigten in einem Zusammenhang mit Einsparungen. Nach jüngsten Angaben habe Ebay zum Jahresende 12.300 Mitarbeiter gehabt, davon 7.200 in den USA. Cohen sprach von einer Bündelung der Aktien beider Unternehmen; Details zur Finanzierung und zu möglichen Aktienausgaben blieben zunächst unklar.

Auf den Energiemärkten gaben die Rohölpreise einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder ab: Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,6 Prozent auf 108,07 Dollar je Barrel (159 Liter), US-Öl WTI notierte 1,5 Prozent schwächer bei 100,70 Dollar, meldet n-tv.

Quelle: www.n-tv.de