Das Berliner Abgeordnetenhaus hat sich am Donnerstag mit Mehrheit für eine Olympia-Bewerbung der Stadt ausgesprochen. Der Antrag der Koalition aus CDU und SPD erhielt auch Stimmen der AfD, während Linke und Grüne dagegen stimmten. Die Debatte dauerte knapp 90 Minuten, die Abstimmung erfolgte per Handzeichen.
Bürgermeister Kai Wegner (CDU) warb in seiner Rede für die Spiele als „Zukunftsversprechen für künftige Generationen“. Er verspricht sich einen „Investitionsbooster“ für Sport, Nahverkehr, Wohnungsbau und Inklusion. Berlin könne in Krisenzeiten zeigen, „dass Veränderungen möglich sind und Berlin die Stadt der Vielfalt ist“. Die Kosten für die Durchführung beziffert der Senat auf 4,82 Milliarden Euro, basierend auf externen Expertenberechnungen.
Die Oppositionsparteien Grüne und Linke kritisierten das Kostenrisiko und sprachen von leeren Versprechungen. Das Konzept setzt fast ausschließlich auf bestehende Sportstätten, Wettbewerbe sollen auch auf dem Tempelhofer Feld stattfinden. Berlin ist einer von vier deutschen Bewerbern – neben München, Hamburg und Nordrhein-Westfalen mit Köln als Zentrum. Der DOSB entscheidet am 26. September, mit welchem Kandidaten eine Bewerbung beim IOC gestartet wird. Infrage kommen die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.
Quelle: www.faz.net



