Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:02 DE / UKR / EN

Buckelwal Timmy gestorben – Kritik am Krisenmanagement

Der Buckelwal, bekannt als „Timmy“, ist tot. Er wurde an der dänischen Insel Anholt gefunden, während die Grünen scharfe Kritik am Umweltminister Till Backhaus üben, wie Elt berichtet.

Buckelwal Timmy gestorben – Kritik am Krisenmanagement
Bild: www1.wdr.de

Der Buckelwal, der in den letzten Wochen mehrfach an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gestrandet war, ist tot. Der Kadaver wurde an der dänischen Insel Anholt gefunden und zieht weiterhin Schaulustige an, die sich auf dem Tier fotografieren lassen.

Timmy wurde zum Symbol für die Herausforderungen des Meeresschutzes und die Gefahren, denen marine Tiere ausgesetzt sind. Die Grünen im Landtag kritisieren das Krisenmanagement des zuständigen Till Backhaus (SPD) scharf.

Harald Terpe, der umweltpolitische Sprecher der Grünen, warf Backhaus vor, die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen auf sein Ministerium und dessen Mitarbeiter abzuwälzen. Er betonte, dass von einem Minister, der für Umwelt-, Tier- und Klimaschutz zuständig ist, verantwortungsvolle Entscheidungen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse erwartet werden müssen.

Die Kritik richtet sich auch gegen die mangelnden Schutzmaßnahmen für die Ostsee. Terpe forderte wirksame Schutzgebiete und ein Verbot von Stellnetzen in diesen Gebieten, um bedrohte Arten wie die Schweinswale besser zu schützen. Er wies darauf hin, dass ein Antrag der Grünen zur Stärkung des Ostsee in der vergangenen Sitzungswoche abgelehnt wurde.

Die Debatte um den Tod des Buckelwals zeigt, dass das Schicksal der Meeresbewohner weit über den Einzelfall hinausgeht. Experten warnen, dass das Stranden von Walen auch ein Ausdruck menschengemachter Störungen der marinen Ökosysteme ist. Die öffentliche Diskussion über den Umgang mit dem Kadaver und die damit verbundenen Risiken, wie die Übertragung von Krankheiten, bleibt angespannt.