Die Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Steffen Merkel und Marc Lenz, haben sich zur anhaltenden Diskussion um die 50+1-Regel im deutschen Profifußball geäußert. In einem Interview mit dem „Kicker“ betonten sie, dass die Bundesliga nicht von externen Investoren abhängig sein sollte, um Defizite aus dem operativen Geschäft auszugleichen.
Marc Lenz erklärte: „Der europäische Fußball ist finanziell auf einem Irrweg, da hohe Kaderkosten in vielen Ligen nicht durch Umsätze finanziert sind und durch Investoren oder Fremdkapital gedeckt werden müssen.“ Er wies darauf hin, dass das in anderen Ligen investierte Geld oft nicht sinnvoll eingesetzt wurde, was für die Bundesliga von Vorteil sei.
Die DFL-Führung sieht die 50+1-Regel als wichtigen Bestandteil des deutschen Fußballs, da sie den Mitgliedern eine Stimmenmehrheit sichert. Lenz und Merkel betonten, dass die Bundesliga einen anderen, gesünderen Weg gehen wolle, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Die DFL-Führung fordert jedoch auch Kapital für Investitionen in die Nachwuchsförderung und Infrastruktur, um die künftige Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Merkel und Lenz sind sich einig, dass es nicht nur um kurzfristige Transfers, sondern um eine nachhaltige Perspektive für den deutschen Fußball geht.



