Sa., 06 Juni 2026 Berlin 21:18 DE / UKR / EN

Bundespolizei erwartet kaum Urlaubsstaus trotz Grenzkontrollen

Trotz der verschärften Grenzkontrollen rechnet die Bundespolizei nicht mit nennenswerten Urlaubsstaus im Sommer. Das erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, gegenüber dem Stern.

Bundespolizei erwartet kaum Urlaubsstaus trotz Grenzkontrollen
Bild: image.stern.de

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, erwartet trotz der verschärften Grenzkontrollen keine Zunahme von Urlaubsstaus. Wie er dem Stern sagte, liege der Fokus der Bundespolizei auf bestimmten Fahrzeugtypen und Kennzeichen – nicht auf dem normalen Urlauber. Die Kontrollen an allen deutschen Landesgrenzen laufen seit September 2024 und wurden von der damaligen Innenministerin Nancy Faeser (SPD) angeordnet.

Roßkopf kritisierte zugleich, dass die Bundespolizei noch immer keine modernen, flexiblen Grenzkontrollen eingeführt habe. „Wenn es nach der Gewerkschaft der Polizei ginge, hätten wir schon lange moderne, flexible Grenzkontrollen eingeführt. Dies wurde leider bis heute nicht getan“, sagte er. Der aktuelle Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte die Kontrollen im Mai 2025 intensivieren lassen. Insgesamt wurden sie bereits dreimal verlängert – zuletzt bis Mitte September 2026.

Die Europäische Union (EU) forderte Deutschland zuletzt auf, die Kontrollen schrittweise wieder zu reduzieren. Dobrindt hält jedoch an den verschärften Maßnahmen über den Sommer fest. Die Gewerkschaft der Polizei plädiert für eine Modernisierung der Kontrollen, um die Effizienz zu steigern und Personal zu entlasten.

Quelle: www.stern.de