Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:04 DE / UKR / EN

Cybersicherheitsmonitor 2026: Jeder neunte Onliner von Cyberkriminalität betroffen

Laut dem Cybersicherheitsmonitor 2026 wurden im vergangenen Jahr 11 Prozent der Internetnutzer in Deutschland Opfer von Cyberkriminalität. Die Studie wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention veröffentlicht.

Cybersicherheitsmonitor 2026: Jeder neunte Onliner von Cyberkriminalität betroffen
Bild: tagesspiegel.de

Die Ergebnisse des Cybersicherheitsmonitors 2026 zeigen, dass Cyberkriminalität ein weit verbreitetes Problem in Deutschland darstellt. Insgesamt waren mehr als 27 Prozent der Befragten in ihrem Leben bereits von digitalen Straftaten betroffen. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 3.060 Personen ab 16 Jahren, die im Januar 2026 durchgeführt wurde.

Besonders häufig sind Internetnutzer beim Onlineshopping betroffen. 22 Prozent der Befragten gaben an, beim Online-Einkauf betrogen worden zu sein. Weitere häufige Delikte sind unberechtigter Zugriff auf Online-Accounts (14 Prozent), Betrug beim Onlinebanking (13 Prozent) und Phishing-Angriffe (12 Prozent).

Die Folgen für die Opfer sind gravierend: Fast 88 Prozent erlitten einen Schaden, wobei ein Drittel (33 Prozent) finanzielle Verluste erlitten hat. Zudem berichteten 29 Prozent von einem Vertrauensverlust in Onlinedienste und 23 Prozent von verlorener Zeit.

Trotz der hohen Betroffenheit zeigen die Ergebnisse, dass viele Nutzer sich unzureichend schützen. Über 55 Prozent der Befragten halten ihr Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, für gering oder ausgeschlossen. Nur 14 Prozent informieren sich regelmäßig über Cybersicherheit.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Angaben zur Studie aktualisiert, nachdem in einer früheren Version falsche Informationen verbreitet wurden. Die Studie verdeutlicht den anhaltenden Trend zur Sorglosigkeit im Umgang mit digitalen Risiken.