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Drohne trifft Krankenwagen in der Region Sumy

In der Region Sumy hat eine russische Drohne einen Krankenwagen getroffen. Zwei Sanitäter wurden verletzt, ihre Verletzungen gelten vorläufig als leicht.

Drohne trifft Krankenwagen in der Region Sumy
Grafik: EuroPulse

In der Region Sumy hat eine russische Drohne einen Krankenwagen getroffen. Zwei Sanitäter wurden verletzt, ihre Verletzungen gelten vorläufig als leicht.

Wie die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf die regionale Militärverwaltung berichtet, ereignete sich der Angriff am Sonntag gegen 05:00 Uhr Ortszeit.

Demnach war ein Rettungsteam zu einem Einsatz in der Gemeinde Swessa unterwegs. Auf dem Weg sei das Fahrzeug im Gebiet der Gemeinde Jampil von einer russischen Drohne getroffen worden, teilte die Militärverwaltung auf Telegram mit. Die Sanitäter konnten sich laut Ukrinform selbst aus dem beschädigten Fahrzeug befreien. Trotz der Gefahr eines weiteren Angriffs seien ihre Kollegen schnell vor Ort gewesen und hätten das Team in Sicherheit gebracht.

Bei den Verletzten handelt es sich um den 44 Jahre alten Fahrer und einen 59-jährigen Rettungssanitäter. Beide werden nach Angaben der Regionalverwaltung medizinisch versorgt; ihre Verletzungen werden vorläufig als leicht eingestuft.

Wie gefährlich ist die Lage für Rettungskräfte?

Der Vorfall zeigt, wie riskant Einsätze des Rettungsdienstes in der Grenzregion bleiben. Die Gemeinde Jampil liegt im Norden der Region Sumy, unweit der russischen Grenze. Schon in der Vergangenheit waren dort immer wieder Fahrzeuge und Einsatzkräfte unterwegs, während die Region unter Beschuss stand.

Erst am Freitag, 9. Oktober, hatten russische Kräfte nach früheren Angaben von Ukrinform 19 Ortschaften in der Region Sumy beschossen und Zivilisten verletzt. Anfang Oktober hatte die Militärverwaltung der Region gemeldet, dass binnen eines Tages 26 Ortschaften massiv angegriffen worden seien. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, zwölf weitere wurden verletzt. Die Angreifer setzten nach diesen Angaben Artillerie, Mörser, Kampfdrohnen und gelenkte Fliegerbomben ein; Wohnhäuser, Autos, Nebengebäude und soziale Einrichtungen wurden zerstört oder beschädigt.

Die Region Sumy liegt im Nordosten der Ukraine und grenzt direkt an Russland. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs ist sie immer wieder Ziel von Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffen. Besonders betroffen sind Grenzgemeinden wie Jampil und Swessa, aus denen in den vergangenen Monaten immer wieder Menschen evakuiert wurden.

Was bedeutet das für den Alltag der Menschen?

Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region gehört der Luftalarm zum Alltag. Rettungskräfte, Feuerwehr und medizinisches Personal arbeiten unter ständiger Gefahr. Der jüngste Angriff auf den Krankenwagen dürfte die Sorge verstärken, dass selbst eindeutig zivile Fahrzeuge nicht sicher sind.

Die ukrainische Regierung und internationale Organisationen dokumentieren solche Vorfälle, um mögliche Kriegsverbrechen zu untersuchen. Die regionale Militärverwaltung veröffentlicht regelmäßig Übersichten zu Angriffen und Opfern. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist von außen oft nicht möglich.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text fasst die vorliegenden Informationen zusammen. Die Angaben stammen von der ukrainischen Regionalverwaltung und wurden über die Nachrichtenagentur Ukrinform verbreitet. Eine Bestätigung durch unabhängige Quellen liegt nicht vor.

Quellen

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