Die Europäische Union (EU) hat mit der Unterzeichnung einer Umsetzungsvereinbarung für das Satellitenprojekt IRIS² einen entscheidenden Fortschritt erzielt. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, ein eigenes Satellitennetzwerk zu etablieren, das sichere Kommunikationsverbindungen für EU-Institutionen und kritische Infrastrukturen bereitstellt.
IRIS² wird nicht nur verschlüsselte Verbindungen bieten, sondern auch quantensichere Verteidigungsschichten und zuverlässige Datenrouten integrieren. Die Vereinbarung umfasst die Hinzufügung von 66 Satelliten, wodurch die Gesamtzahl auf 348 erhöht wird. Davon werden 330 Satelliten im niedrigen Erdorbit und 18 im mittleren Erdorbit positioniert.
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die EU möchte mit diesem Projekt ihre Abhängigkeit von Anbietern wie Starlink verringern und die digitale Souveränität stärken. Die ersten Starts sind schrittweise ab 2029 vorgesehen, wobei europäische Regierungen und sicherheitsrelevante Akteure die Hauptnutzer sein werden.
Quelle: de.euronews.com



