Die europäische Europol hat Ermittlungen zur Verschleppung ukrainischer Kinder durch Russland aufgenommen. Wie Politico Europe berichtet, geht es um etwa 19.500 Minderjährige, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 als entführt gelten. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat bereits Haftbefehle gegen Russlands Präsidenten Putin und die russische Maria Lwowa-Belowa erlassen.
An der Untersuchung waren nach Angaben von Europol Ermittlerteams aus 18 Ländern beteiligt. Dabei konnten neue Hinweise in 45 Fällen vermisster Kinder gefunden werden. Die genauen Umstände der Entführungen sowie der aktuelle Aufenthaltsort der meisten Kinder sind weiterhin unklar.
Die Ukraine wirft Russland vor, systematisch Kinder aus besetzten Gebieten zu deportieren und zur Adoption freizugeben. Der IStGH stuft die Verschleppung als Kriegsverbrechen ein. Europols Einsatz markiert einen weiteren Schritt der internationalen Justiz, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.



