Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:45 DE / UKR / EN

FC-Bayern-Frauen feiern Double im Münchner Rathaus

Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben am Sonntag ihre Meisterschaft und den DFB-Pokalsieg im Münchner Rathaus gefeiert. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, empfing Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) die Mannschaft auf dem Marienplatz.

FC-Bayern-Frauen feiern Double im Münchner Rathaus
Bild: sueddeutsche.de

Bereits eine Stunde vor Beginn der Feier versammelten sich zahlreiche Fans auf dem Marienplatz, viele von ihnen mit Trikots von Giulia Gwinn (Nummer 7) und Klara Bühl (Nummer 17). Die Mannschaft um Gwinn hatte zuvor eine historische Saison abgeschlossen: ungeschlagen mit 24 Siegen und zwei Unentschieden in der Liga sowie einem 4:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg im DFB-Pokalfinale – ohne Gegentor im gesamten Pokalwettbewerb.

Oberbürgermeister Dominik Krause lobte in seiner Begrüßung nicht nur die Zahlen, sondern vor allem die Art und Weise, wie das Team auftrete. FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer überreichte Krause ein personalisiertes Trikot mit der Rückennummer 12 – Teil eines Integrationsprogramms, das den OB zum Bayern-Fan machen soll. Krause versprach, das Trikot in sein Büro zu hängen.

Vor dem Auftritt auf dem Rathausbalkon überprüften Sicherheitskräfte vorsorglich Banner auf Beleidigungen, nachdem bei der Meisterfeier der Männer am Fans des TSV 1860 München das FCB-Logo umgestaltet hatten. Die Sorge erwies sich als unbegründet: Die Fans jubelten, als die Spielerinnen die Meisterschale in die Höhe stemmten. Besonders laut erklangen „Caro Simon“-Chöre für die Innenverteidigerin Carolin Simon, die den Verein zum Saisonende verlässt. Die Mannschaft sang mit dem Publikum die Vereinshymne „Tage voller Sonne“.

Nach rund 20 Minuten verließen die Spielerinnen den Balkon, doch Hunderte Fans blieben – darunter eine Gruppe aus Japan, die extra angereist war, um Mittelfeldspielerin Momoko Tanikawa zu bejubeln. Tanikawa, aus Nagoya stammend, hatte im Pokalfinale das 3:0 erzielt. Während der Feier wurde ein Schmähplakat des Lokalrivalen 1860 München entrollt, das weltweit Schlagzeilen machte, aber auch Spott auf die Verursacher zog.