Sa., 06 Juni 2026 Berlin 21:17 DE / UKR / EN

Risiken belasten deutsche Unternehmen zunehmend

Deutsche Unternehmen sehen sich wachsenden geopolitischen Risiken ausgesetzt, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) zeigt. Trump-Zölle und der Iran-Krieg werden als externe Faktoren genannt, aber auch heimische Probleme belasten die Firmen.

Risiken belasten deutsche Unternehmen zunehmend
Bild: sueddeutsche.de

Die geopolitischen Spannungen hinterlassen immer deutlichere Spuren in der deutschen Wirtschaft. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, nehmen fast alle der 18 regelmäßig abgefragten Risikofaktoren für Unternehmen an Gewicht zu. Besonders stark steigen die geopolitischen Risiken, etwa durch die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle oder den Iran-Krieg.

Auch im Inland wächst der Druck auf die Firmen. Die einst starke Industrie in der Bundesrepublik schrumpft, Jobs verschwinden, und immer mehr Unternehmen melden Insolvenz an. Die Studie zeigt, dass die Probleme nicht nur von außen kommen, sondern auch hausgemacht sind. Die Autoren der Untersuchung nennen hier vor allem den Fachkräftemangel und bürokratische Hürden.

Die Ergebnisse der IW-Studie zeichnen ein düsteres Bild für die deutsche Wirtschaft. Besonders betroffen sind Schlüsselbranchen wie der Automobilbau, die Chemieindustrie und der Maschinenbau. Diese Sektoren, die lange als Rückgrat der deutschen Exportwirtschaft galten, leiden unter den globalen Unsicherheiten und den strukturellen Problemen im Inland.

Die Unternehmen fordern von der Politik mehr Planungssicherheit und Entlastung. Die Studie des IW Köln unterstreicht, dass die Risiken für die Geschäfte der Firmen in den kommenden Monaten weiter zunehmen könnten, falls sich die geopolitischen Spannungen nicht entspannen.

Quelle: www.sueddeutsche.de