Gerlach äußerte sich in einem Interview mit dem Radiosender Antenne Bayern. Nur rund ein Prozent der Krankschreibungen erfolge telefonisch.
Die Spitzen von Union und SPD hatten sich angesichts hoher Fehlzeiten auf strengere Regeln verständigt. Neben der Streichung der telefonischen Krankschreibung soll künftig bereits ab dem ersten Krankheitstag eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden müssen – bisher galt dies erst ab dem vierten Tag. Betriebe können abweichende Regelungen vereinbaren.
Gerlach kritisierte auch die Pflicht zur Krankschreibung ab Tag eins. Es brauche ein Konzept ‚mit Maß und Ziel‘, das die Praxen nicht überfordere. Zukünftig kommt ohnehin mehr auf die Hausärzte zu, dort werden mehr Leute einen Termin benötigen. Jetzt ein System noch aufzubürden, das noch mehr Wandel in die Praxen bringt und noch mehr Patientinnen und Patienten, halte ich für falsch. Auch von der Ärzteschaft war der Beschluss der Koalitionsspitzen massiv kritisiert worden. Sie fürchten, dass die Arztpraxen künftig noch überlasteter sind als bisher oder sich kranke Menschen auf die Arbeit schleppen, weil sie keinen Termin für eine Untersuchung bekommen konnten.
Quelle: Stadt München



